Montag, 18. April 2016

#13 Irgendwann ist jetzt

Irgendwann muss man sich entscheiden. 
Für das Leben.
Oder den Tod auf Raten.
Irgendwann ist jetzt.
Denn sonst ist es irgendwann zu spät, um die besten Jahre des Lebens zu leben.
Und irgendwann, irgendwann kommt das Ende. 
Nicht heute. 
Nicht morgen. 
Aber dann.
Übermorgen. 
Wird man sich fragen, warum man nicht gelebt hat. In all den Jahren, in denen man zu beschäftigt war.
Mit seinem Selbsthass.
Man wird sich fragen, warum man sie so verschwendet hat, die Zeit.

Aber dann, irgendwann, wird es zu spät sein, um sie zurückzudrehen.

Heute mal als Einleitung ein kleines Plädoyer für ein essstörungsfreies Leben :)

Ich würde jetzt so gern schreiben, dass ich nach dem gestrigen Rückfall wieder voller positiver Energie zurück auf den richtigen Weg gefunden habe. 
Aber, manche kennen es vielleicht aus eigener Erfahrung, positive Energie ist leider so ziemlich das Letzte, was man nach einem Binge-Purge-Abend verspürt.
Kurz und knapp, heute also noch ein zweiter, immerhin aber nur kleiner Rückfall.
Ich versuche trotzdem gelassen zu bleiben. Mir keine Vorwürfe zu machen
Denn was bringt mir das? Gar nichts. Nur noch ein bisschen mehr Selbsthass. Und einen weiteren Anlass für weitere Rückfälle.
Inzwischen fühle ich mich wieder um einiges optimistischer. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil mich jeder Rückfall erneut bestätigt, dass sich der lange Kampf gegen die Essstörung lohnt.
Wenn ich das lese klingt es verrückt, so als ob ich Rückfälle brauche, um motiviert zu bleiben. Aber vielleicht ist das anfangs normal?
Manchmal stoße ich in Foren oder so auf Posts von essgestörten Frauen, die 30,40,50 Jahre alt sind. Das macht mir Angst, den ICH WILL NICHT MIT MEINER ESSSTÖRUNG ALT WERDEN! Oder, noch schlimmer, jung sterben.
Einer guter Grund also, um JETZT der Essstörung den Kampf anzusagen!
 

4 Kommentare:

  1. Liebe Mina ♥ ,

    Ich muss Dir gerade nochmal sagen wie gerne ich Deinen Blog lese! Ich liebe Deine Art zu schreiben und Deine Ehrlichkeit. Wie Du mit Deinen RÜckschlägen umgehst. Es ist ok, dass Du welche hast und dass Dich das belastet. Aber ich finde es so gut, dass DU die Hoffnung nicht aufgibst. UNd das was Du zu den essgestörten erwachsenen Frauen gesagt hast, kann ich zu gut verstehen. Das ist auch wirklich meine allergrößte Motivation. Wenn ich mir mein Leben jetzt angucke, finde ich, dass eine Essstörung da leider ziemlich gut reinpasst bzw. zu mir passt. (Ohne das jetzt irgendwie schön reden zu wollen). Aber wenn ich mir vorstelle, wie mein Leben in 10 Jahren aussehen soll, dann passt die Essstörung da überhaupt nicht mehr rein. Dann will ich vielleicht verheiratet sein und eine kleine Tochter haben und meinen Traumberuf ausüben. 1. Will ich dann auch einfach ernst genommen werden und nicht mehr aussehen wie ne Magersüchtige und 2. werde ich diese Träume mit meiner Essstörung niemals erreichen, sondern mir alles kaputt machen.
    Dein Blog gibt mir so unheimlich viel Kraft, weil ich einfach sehe, dass ich nicht die einzige bin, die kämpft und dabei so leidet. Ich mach also nichts falsch, sondern Rückschläge sind normal.
    Du kannst so stolz auf Dich sein, bitte verlier niemals Deinen Optimismus und hör niemals auf zu kämpfen!
    Lilly ♥

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  2. Danke für deine lieben Worte und das ist ein toller und wahrer Text den du geschrieben hast
    <3

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  3. Dankeschön :)
    Dein Post klingt voller Energie und das freut mich! Bleib stark! Du packst das und Rückfällen gehören dazu, die machen einen nur noch stärker! Pass auf dich auf! <3
    Alles liebe :)

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