Sonntag, 10. April 2016

#9 Intuitive vs. Structured Eating

In letzter Zeit bin ich immer häufiger über Artikel, Bücher und Blogs zum Thema "Intuitiv Essen" gestolpert. 
Das Konzept ist ziemlich simpel: Essen wenn man Hunger hat, aufhören wenn man satt ist, es gibt keine verbotenen Lebensmittel. Auf diese Weise soll es möglich sein aus dem Hunger-Fress-Teufelskreis auszusteigen und langfristig schlank zu bleiben, ohne ewig zu verzichten. Also eigentlich genau das, was ich erreichen will, deshalb entschloss ich mich es auszuprobieren. Ich stellte mich darauf ein vielleicht auch erstmal etwas zuzunehmen, vielleicht anfangs etwas mehr zu essen als nötig. Schließlich muss ich erst wieder lernen was es heißt 'normal' zu essen und das braucht seine Zeit.
 Ich war hochmotiviert, wie schon so oft. Doch am zweiten Tag musste ich mir eingestehen-Ich habe jegliche Intuition für normales Essen verloren.
Den Hunger wahrnehmen, das hat noch ganz gut geklappt. Aber am Sättigungsgefühl ist es dann gescheitert. Dadurch, dass ich bei Essattacken WIRKLICH KRASSE MENGEN essen kann (und ich rede hier nicht von einer Pizza und einer Tafel Schokolade), ist der Sättigungspunkt bei mir wohl ziemlich verschwunden. Heißt, ich habe wirklich den ganzen Tag heftig durchgecheatet. Um es mal positiv auszudrücken.

Mein Fazit: 
Grundsätzlich finde ich das Konzept "Intuitive Eating" toll, denn im Gegensatz zum Structured Eating geht es hier darum wieder ein Gefühl für die Bedürfnisse des Körpers zu entwickeln und sich nicht nach einem Plan zu richten . Für mich habe ich allerdings gemerkt, dass es mich aktuell noch überfordert so viel Kontrolle abzugeben. Ich kann meinem Körper noch nicht wieder so sehr vertrauen und außerdem glaube ich, dass die Ess-Bedürfnisse heutzutage auch sehr durch die ganzen verarbeiteten Lebensmittel verfälscht werden. Da besteht meiner Ansicht nach (zumindest für mich) eine große Gefahr ins Binge Eating zu rutschen.

Aktuell bin ich also wieder, wie schon zuvor, mehr beim Structured Eating gelandet, denn ich brauche es momentan noch, dass ich -zumindest grob- plane, was ich über den Tag essen, wann ich esse, wieviel ich esse. Was ich aber vom intuitiven Essen beibehalten habe ist, dass ich versuche IMMER zu essen wenn ich Hunger habe. Das fällt mir zugegebenermaßen oft noch schwer, aber ich merke, dass es mir gut tut, ich dadurch mehr Energie habe und weniger Heißhunger.

Hat jemand Erfahrungen mit intuitivem Essen? Oder habt ihr noch andere Ansätze, um ein normales Essverhalten zurückzugewinnen?

Ich wünsche euch noch einen entspannten Sonntag :)  


 

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