Obwohl ich dieses Jahr extra nach Berlin geflohen bin, war ich wohl noch nicht weit genug weg, um komplett verschont zu bleiben.
Immerhin, dieses Jahr keine Reallife-Katastrophen.
Nur eine Nachricht von meiner Mum, die förmlicher nicht hätte sein können.
"Alles Gute zum Geburtstag, viele Grüße von x und y"
Gut, ich sollte das einfach positiv sehen. Sie hat es zumindest nicht vergessen. Und vielleicht ist ein Anruf auch zu viel erwartet. Oder ein paar Worte, die mehr sagen als jede beliebige Glückwunschkarte.
Später eine zweite Nachricht, von einer Freundin. Einer früheren Herzensfreundin, die verloren gegangen ist, als sich unsere Lebenswege in verschiedene Richtungen entwickelten.
Kurzer Tränenausbruch in der S-Bahn, weil ich sie noch immer so sehr vermisse und nie verstanden habe warum unsere Verbindung wie aus dem Nichts weg war.
Auch von ihr ein paar ähnliche Floskelworte.
Ansonsten war es einfach komisch. Komisch, den Tag mit fremden Leuten zu verbringen in einem viel zu warmen Raum mit viel zu viel Kleidung am Körper. Denn lieber schwitze ich mich im Sommer zu Tode, als eine kurze Hose auch nur in Betracht zu ziehen.
Kleines Highlight: Abendessen mit meiner Cousine, in einem kleinen Restaurant irgendwo in Berlin. Es war so klein, das gar kein Platz mehr frei war für meine Essstörung. Die musste draußen angeleint werden, somit habe ich also einfach mal keine Kalorien gezählt.
Ein Fortschritt.
Gestern und heute dafür Rückfälle. Vor lauter Zukunftsangst und Nicht-wissen-was-ich will. Was, und vorallem wohin.
Weil mir mein Kopf zu laut war, habe ich ihm einfach den Mund gestopft. Und weil ich mit meinem Geld nichts besseres anzufangen weiß, natürlich mit Ben&Jerry Luxuseis.
Ein Rückschritt.
Ich überlege, ob es gut ist in Fortschritte und Rückschritte zu teilen-oder fahre ich damit nur mein Schwarzoderweiß aka Gutoderschlecht - Muster fest?
Über das mit dem Muster habe ich noch gar nicht nachgedacht. Weiß nicht, ob das gut ist, aber vielleicht macht es mehr Sinn, nur Fortschritte festzuhalten. Letztendlich geht es ja nur darum, wie du dir selbst am esten helfen kannst.
AntwortenLöschenDas mit deiner Mutter tut mir echt leid. Hadt du mal drüber nachgedacht, ob sie sich vielleicht von dir vernachlässigt und somit überflüssig fühlt, jetzt, wo du dein eigenes Leben hast bzw. einfach erwachsen bist? Vielleicht kannst du ja da noch was drehen, indem du ihr mal besonders viel Aufmerksamkeit in Form eines frisch gekochten Abendessens oder so schenkst.
Umarmung <3
Und zu dem Midlife-Crisis Post: genau das Gefühl habe ich auch. Man fühlt sich kalt und leer und alt, wenn da zu wenig Erlebnisse sind, die einen ausfüllen. Und irgendwann, wenn man mit 25 oder so plötzlich 'aufwacht' und rausgehen will, um zu feiern, dann hat plötzlich niemand mehr Zeit. Viele haben schon einen Job, die ersten sogar Kinder.. Das ist ein furchtbarer Gedanke. Deshalb nutze jede Gelegenheit, etwas mit Freunden zu unternehmen. Das ist so wichtig!!
LöschenManchmal denke ich, dass ich niemals vor 35 Kinder bekommen könnte, weil ich selbst einfach noch viel zu wenig gelebt habe. Ich könnte nicht in 6 Jahren oder so schon den ganzen Tag zu Hause sitzen und mich um Kinder kümmern. Da ist noch so viel auszuleben.
Also, versuchen wir, unsere Jugend noch zu leben, hm? :-)
Danke für Deinen netten Beitrag. Hätte nicht damit gerechnet, dass es überhaupt jemand merken würde, würde ich verschwinden...
AntwortenLöschenIch wünsche Dir von Herzen alles alles Gute zu Deinem Geburtstag. Ich kann Dir sagen, 21 ist das beste Alter.
Danach freut man sich nicht mehr aufs Älter werden. Mit 21 bist Du auf der ganzen Welt volljährig :)
bzgl. Des Musterdenkens: Ich finde, man sollte sich auch die Rückschritte bewusst machen um zukünftig auch daran zu arbeiten & versuchen diese zu verhindern und generell alles weiter ausbessern :)
Viele Grüße