Aufgrund meiner ganzen Keto-Ernährungsumstellung war es ein wenig unter den Tisch gefallen, trotzdem habe ich es natürlich nicht vergessen: Ich wollte euch mal meine Fear-Food-Listen von früher zeigen, aus meiner ersten Essstörungsphase, in der ich noch wesentlich mehr auf dem Hunger-Trip war als jetzt heute.
Ich habe sie jetzt einfach mal abfotografiert, in der Hoffnung, dass es lesbar ist, aber ich fand das 'stilechter', irgendwie. Hätte ich sie abgetippt, hätte ich automatisch Sachen bzw. Formulierungen etc. verändert.
Wie ihr seht, habe ich so ein bisschen in Verboten und Erlaubt geteilt, wobei ich bei verboten scheinbar nochmal unterteilt habe in 'ganz schlimm' und 'geht so'. Diese Unterscheidung war allerdings eher ein ziemlicher Selbstbetrug, denn einige Sachen finden sich in beiden Listen. Und außerdem hätte ich auch von der 'Geht so-Liste' kaum ein Lebensmittel angerührt. Nur die Binge-Gefahr war bei diesen Lebensmitteln ein wenig geringer als bei den ganz schlimmen Nahrungsmitteln.
Und was war erlaubt?
Die Liste ist auf jeden Fall wesentlich kürzer gewesen und enthält größtenteils die typischen Essstörungs-Lebensmittel, wie Magerquark, Gemüse, Naturjoghurt und Co. Nicht wirklich verwunderlich also, dass ich andauernd irgendwelche Cravings hatte.
Wie sieht es heute aus?
Ich würde sagen, dass sich die Fear-Foods wenig verändert haben. Pizza, süßes Müsli, jeglicher Süßkram, vorallem Eis, das alles triggert bei mir immer noch ganz extrem Rückfälle.
Mit den erlaubten Lebensmitteln ist das schon etwas schwieriger einzuschätzen, ich würde behaupten, dass die Liste heute länger ist, allerdings habe ich durch die Keto-Ernährung aktuell wieder eine sehr strikte Erlaubt-und-Verboten-Trennung.
Aktuell esse ich alles, was wenig Kohlenhydrate hat und stattdessen viel Eiweiß und Fett enthält. Davor habe ich eher fettarm gegessen. Meine Erlaubt-Liste wechselt also ständig.
Habt ihr auch solche Listen für euch gemacht oder macht ihr solche Einteilungen eher im Kopf oder vielleicht auch gar nicht? Heute schreibe ich auch nicht mehr auf, aber teile gedanklich ein.
Ich wünsche euch einen schönen Tag! :-)
Dienstag, 26. Juli 2016
Donnerstag, 21. Juli 2016
#47 Hotelblues
So gern ich auch allein verreise und es genieße mich dabei nach niemandem richten zu müssen, so sehr hasse ich es abends in der Stille des Hotelzimmers gefangen zu sein. Obwohl Stille im Sinne von Ruhe in Berlin eher relativ zu sehen ist.
Zuhause, in meiner Wohnung, stört es mich kein Stück, im Gegenteil. Da bin ich froh, wenn ich abends nachhause komme und niemanden mehr sehen und nicht mehr kommunizieren muss, wenn ich nicht möchte.
Und jetzt, hier, in Berlin im Hotelzimmer, ist die Stille so laut, dass ich mir die Ohren zuhalten möchte. Aber weil das nichts bringt, weil ich nicht für immer taub und betäubt und gehörlosmit meinen Gefühlen umgehen sein kann, versuche ich sie auszuhalten. Denn die Alternativen sind eh gerade begrenzt. Ich könnte irgendwo feiern gehen, die ganze Nacht. Am besten übertönt man Stille immer noch mit Alkohol-Rauschen in den Ohren und im Kopf.
Abgesehen von dem abendlichen Hotelproblem habe ich den Tag aber echt genossen. Berlin ist so ziemlich meine Lieblingsstadt und mit jeder neuen Ecke, in die ich hier komme, verliebe ich mich noch ein bisschen mehr in die Stadt. Immer wenn ich hier bin, freue ich mich unheimlich darauf U-Bahn zu fahren, weil ich das aus unerfindlichen Gründen so gern mag. Und ich liebe es irgendwo zu sitzen oder langzulaufen und einfach nur das Gefühl von Großstadt und Freiheit zu spüren.
Ein bisschen shoppen war ich auch, bei Primark. Eigentlich schimpfe ich immer auf den Laden, trotzdem gehe ich ab und an mal wieder rein, vorallem dann, wenn ich Shoppinggelüste trotz Geldmangel stillen will.
Die Ausbeute war auch eher ernüchternd, hatte erst überlegt mal so einen Shopping-Haul zu machen, aber außer ein paar Basics und einer weißen Chinohose (ich weiß nicht was mich da geritten hat) die auch noch zu eng ist, weil ich zu faul war mich an den Umkleiden anzustellen, kam nicht viel bei rum.
Morgen geht es dann los mit meinem Seminar-/Prüfungswochenende. Ich bin noch so ein bisschen unmotiviert und hoffe, dass es interessanter wird als ich erwarte.
Hier noch zwei Bilder von heute:

Keine Shoppingausbeute, aber eines der recht wenigen Outfits, in denen mein Körpergefühl nicht vor jedem Spiegel den Bach runtergeht :-)
Zuhause, in meiner Wohnung, stört es mich kein Stück, im Gegenteil. Da bin ich froh, wenn ich abends nachhause komme und niemanden mehr sehen und nicht mehr kommunizieren muss, wenn ich nicht möchte.
Und jetzt, hier, in Berlin im Hotelzimmer, ist die Stille so laut, dass ich mir die Ohren zuhalten möchte. Aber weil das nichts bringt, weil ich nicht für immer taub und betäubt und gehörlos
Abgesehen von dem abendlichen Hotelproblem habe ich den Tag aber echt genossen. Berlin ist so ziemlich meine Lieblingsstadt und mit jeder neuen Ecke, in die ich hier komme, verliebe ich mich noch ein bisschen mehr in die Stadt. Immer wenn ich hier bin, freue ich mich unheimlich darauf U-Bahn zu fahren, weil ich das aus unerfindlichen Gründen so gern mag. Und ich liebe es irgendwo zu sitzen oder langzulaufen und einfach nur das Gefühl von Großstadt und Freiheit zu spüren.
Ein bisschen shoppen war ich auch, bei Primark. Eigentlich schimpfe ich immer auf den Laden, trotzdem gehe ich ab und an mal wieder rein, vorallem dann, wenn ich Shoppinggelüste trotz Geldmangel stillen will.
Die Ausbeute war auch eher ernüchternd, hatte erst überlegt mal so einen Shopping-Haul zu machen, aber außer ein paar Basics und einer weißen Chinohose (ich weiß nicht was mich da geritten hat) die auch noch zu eng ist, weil ich zu faul war mich an den Umkleiden anzustellen, kam nicht viel bei rum.
Morgen geht es dann los mit meinem Seminar-/Prüfungswochenende. Ich bin noch so ein bisschen unmotiviert und hoffe, dass es interessanter wird als ich erwarte.
Hier noch zwei Bilder von heute:

Keine Shoppingausbeute, aber eines der recht wenigen Outfits, in denen mein Körpergefühl nicht vor jedem Spiegel den Bach runtergeht :-)
Abendessen: Salat mit Rinderfiletstreifen, Guacamole, Käse und saurer Sahne.
Dazu hatte ich eine Cola light (?), die mich gerade immer noch beschäftigt, denn auf der Rechnung stand eine normale Cola. Und ich schmecke den Unterschied nie -.-
Mittwoch, 20. Juli 2016
#46 Off to Berlin again + kurzes Rundum-Update
Ihr Lieben, momentan komme ich leider kaum zum Schreiben und auch für Kommentar-Antworten brauche ich mitunter ziemlich lange, was mir echt Leid tut. Denn ich freue mich immer so sehr über all eure lieben Worte, die ihr auf meinem Blog hinterlasst und es soll nicht so wirken, als ob ich das nicht wertschätze oder es mir egal ist, wenn ich spät/knapp/wirrschreibend antworte. Letzteres liegt nicht am Zeitmangel, sondern eher an meinem durchgehenden Gedankenchaos, aber was soll's. ;-)
So, das wollte ich nur mal loswerden!
Aktuell erschlägt mich jedenfalls ein wenig die Kombination aus Prüfungsstressdas ist schon fast peinlich, denn ich schreibe nur zwei Prüfungen , haufenweise Kursvertretungen und Vertretungsschichten, weil alle außer mir im Sommer Urlaub machen ein Hoch auf mein Selbstmitleid, und dann habe ich jetzt am Wochenende noch meine praktische Fitnesstrainer-Prüfung.
Morgen geht's für mich dafür also schon wieder nach Berlin und ich habe jetzt schon keine Lust auf die lange Autofahrt und weil es mir vor dem vielen Sitzen graut, überlege ich ernsthaft, ob ich nicht vielleicht morgen früh zeitig noch trainieren gehe. Obwohl ich Morgensport hasse, die letzten Tage ungefähr nur in Bewegung verbracht habe und mein Körper eine Pause gut gebrauchen könnte. Sowas nennt man dann wohl Suchtverhalten.
Am Montag war ich bei meiner Ernährungsberaterin und ich war ehrlich gesagt überrascht, dass sie meine Keto-Idee gar nicht so übel fand. Mit der Ernährungsform komme ich nun, in Woche 2, immernoch sehr gut zurecht, einen kleinen Tiefpunkt mit Rückfall gab es nur nach dem Carb-Day am Sonntag. Obwohl ich nicht krass gecheatet habe, sondern hauptsächlich gesunde Kohlenhydrate und Nachmittags ein Eis hatte, kam am Tag darauf dann der Rückfall, weil ich sofort wieder in diesem "Ich könnte für immer weiteressen" - Modus war. Schade vorallem, dass dafür die teueren Questbars herhalten mussten.
Nun werde ich die Carb-Days vorerst sein lassen, es sei denn, ich habe wirklich das Bedürfnis danach. Denn am Sonntag habe ich den Tag nur eingelegt, weil es eben geplant war, nicht weil ich so Lust auf Müsli&Co hatte.
Heute war ich dann bei meiner 'normalen' Therapeutin und wir haben irgendso eine Imaginations-Übung gemacht, mit der man wohl Erlebnisse aus der Vergangenheit nochmal hervorholt und dann bearbeitet, sodass man eine andere Sichtweise bzw. emotionalen Abstand zu einem Ereignis gewinnen kann.
Obwohl meine Grundstimmung im Vorfeld eigentlich echt gut war, habe ich irgendwann während der Übung richtig heftig losgeheult und gar kein Ende mehr gefunden.Ich hasse es so unendlich sehr vor anderen Menschen zu weinen oder sogar einen Heulanfall zu haben. Ich glaube das wird mir bis zum Ende der Therapie peinlich sein.
Eigentlich ist das überhaupt nicht meine Art und ich kenne das kaum von mir, dass ich derart lange und stark weine. Es hat sich nicht mal befreiend angefühlt, nur nach Verzweiflung und niemalsverschwindender Haltlosigkeit. Danach war ich den ganzen Tag total geschafft und hätte, wäre ich nicht arbeiten gewesen, einfach weiterheulen können.
Inzwischen ist die Heulstimmung vorbei und ich fühle mich einfach nur kraftlos. Körperlich und psychisch.
Sorry, das war jetzt mehr Gejammer als beabsichtigt. Aber wer weiß, ob ich in Berlin Internet, und somit die Möglichkeit habe, meinen Kopfmüll mit euch zu teilen. Deshalb lege ich lieber schon mal vor ;-)
So, das wollte ich nur mal loswerden!
Aktuell erschlägt mich jedenfalls ein wenig die Kombination aus Prüfungsstress
Morgen geht's für mich dafür also schon wieder nach Berlin und ich habe jetzt schon keine Lust auf die lange Autofahrt und weil es mir vor dem vielen Sitzen graut, überlege ich ernsthaft, ob ich nicht vielleicht morgen früh zeitig noch trainieren gehe. Obwohl ich Morgensport hasse, die letzten Tage ungefähr nur in Bewegung verbracht habe und mein Körper eine Pause gut gebrauchen könnte. Sowas nennt man dann wohl Suchtverhalten.
Am Montag war ich bei meiner Ernährungsberaterin und ich war ehrlich gesagt überrascht, dass sie meine Keto-Idee gar nicht so übel fand. Mit der Ernährungsform komme ich nun, in Woche 2, immernoch sehr gut zurecht, einen kleinen Tiefpunkt mit Rückfall gab es nur nach dem Carb-Day am Sonntag. Obwohl ich nicht krass gecheatet habe, sondern hauptsächlich gesunde Kohlenhydrate und Nachmittags ein Eis hatte, kam am Tag darauf dann der Rückfall, weil ich sofort wieder in diesem "Ich könnte für immer weiteressen" - Modus war. Schade vorallem, dass dafür die teueren Questbars herhalten mussten.
Nun werde ich die Carb-Days vorerst sein lassen, es sei denn, ich habe wirklich das Bedürfnis danach. Denn am Sonntag habe ich den Tag nur eingelegt, weil es eben geplant war, nicht weil ich so Lust auf Müsli&Co hatte.
Heute war ich dann bei meiner 'normalen' Therapeutin und wir haben irgendso eine Imaginations-Übung gemacht, mit der man wohl Erlebnisse aus der Vergangenheit nochmal hervorholt und dann bearbeitet, sodass man eine andere Sichtweise bzw. emotionalen Abstand zu einem Ereignis gewinnen kann.
Obwohl meine Grundstimmung im Vorfeld eigentlich echt gut war, habe ich irgendwann während der Übung richtig heftig losgeheult und gar kein Ende mehr gefunden.
Eigentlich ist das überhaupt nicht meine Art und ich kenne das kaum von mir, dass ich derart lange und stark weine. Es hat sich nicht mal befreiend angefühlt, nur nach Verzweiflung und niemalsverschwindender Haltlosigkeit. Danach war ich den ganzen Tag total geschafft und hätte, wäre ich nicht arbeiten gewesen, einfach weiterheulen können.
Inzwischen ist die Heulstimmung vorbei und ich fühle mich einfach nur kraftlos. Körperlich und psychisch.
Sorry, das war jetzt mehr Gejammer als beabsichtigt. Aber wer weiß, ob ich in Berlin Internet, und somit die Möglichkeit habe, meinen Kopfmüll mit euch zu teilen. Deshalb lege ich lieber schon mal vor ;-)
Samstag, 16. Juli 2016
#45 Keto-Experience
Zeit für ein Zwischenfazit nach Tag 5 meines Keto-Selbstversuchs!
Anfangs war ich sehr skeptisch und eigentlich relativ unzuversichtlich, dass es hinsichtlich der Essstörung etwas bewirken würde, wenn ich meine Ernährung mal wieder nach Konzept xy umstelle.
ABER: Diesmal bin ich ziemlich begeistert. Das hätte ich eigentlich gar nicht erwartet. Gut, ich denke nach fünf Tagen kann man noch kein wirklich aussagekräftiges Urteil über eine Ernährungsform abgeben, bisher merke ich jedoch echt nur positive Effekte: Ich fühle mich seit Ewigkeiten wirklich und wahrhaftig mal wieder energiegeladen und nicht dauergeschafft, müde, unmotiviert etc..
Klar, natürlich kann das auch Kopfsache sein. Ein bisschen Psychoeffekt ist wahrscheinlich immer mit im Spiel.
Was noch viel faszinierender ist, ist aber Folgendes: Ich habe ungelogen seit Jahren endlich mal wieder das gehabt, was wohl dieses ominöse Sättigungsgefühl sein muss, von dem die normalessende Bevölkerung immer redet. Und dabei war meine Kalorientagesbilanz unverändert bzw. sogar etwas niedriger als sonst, denn Fett macht echt satt!
Das heißt, ich war jetzt fünf Tage nicht am Hungern und durchgehend satt! So richtige Fressgelüste hatte ich auch nicht.
Entweder wieder reine Kopfsache oder an der Sache mit dem Insulinspiegel ist doch was dran.
Gegen Süßhunger habe ich jetzt online Questbars geordert, die sind wohl angeblich keto-genehm.
Wenn nicht sind sie immerhin unfassbar lecker!! Ist mir dann auch egal ;-)
Kleiner, aber angenehmer Nebeneffekt: durch die entleerten Glykogenspeicher habe ich mal eben 2kg abgenommen. Auch wenn es mir nicht ums Abnehmen geht bei der Ernährungsumstellung, vor einer Zunahme von dem vielen Fett hatte ich schon Angst. Scheinbar unbegründet :-)
Und abnehmen ist ja doch irgendwie immer toll. Selbst wenn man genau weiß, dass es nur Wasser und Co ist.
Hier jetzt noch ein paar Eindrücke von dem, was es bei mir in den letzten Tagen so gab:
Ansonsten gab es bei mir viele Dinge, die ich seit Jahren nicht gegessen habe, wie Käse in jeglichen Formen oder Salat mit Dönerfleisch.
Morgen werde ich für einen Tag einen Carb-Day einschieben, denn ich habe Angst, dass mich sonst irgendwann der große Fressflash heimsucht, wenn ich Kohlehydrate komplett streiche. Ich habe ein bisschen Angst, dass der Carb Day ausartet, aber ich denke, dass es zur Essanfall-Prophylaxe schon sinnvoll ist in zu machen.
Am Montag sehe ich meine Ernährungsberaterin. Irgendwie glaube ich, dass sie von meiner neuen Idee nicht so viel halten wird. Mal abwarten.
Habt ein schönes restliches Wochenende! <3
Anfangs war ich sehr skeptisch und eigentlich relativ unzuversichtlich, dass es hinsichtlich der Essstörung etwas bewirken würde, wenn ich meine Ernährung mal wieder nach Konzept xy umstelle.
ABER: Diesmal bin ich ziemlich begeistert. Das hätte ich eigentlich gar nicht erwartet. Gut, ich denke nach fünf Tagen kann man noch kein wirklich aussagekräftiges Urteil über eine Ernährungsform abgeben, bisher merke ich jedoch echt nur positive Effekte: Ich fühle mich seit Ewigkeiten wirklich und wahrhaftig mal wieder energiegeladen und nicht dauergeschafft, müde, unmotiviert etc..
Klar, natürlich kann das auch Kopfsache sein. Ein bisschen Psychoeffekt ist wahrscheinlich immer mit im Spiel.
Was noch viel faszinierender ist, ist aber Folgendes: Ich habe ungelogen seit Jahren endlich mal wieder das gehabt, was wohl dieses ominöse Sättigungsgefühl sein muss, von dem die normalessende Bevölkerung immer redet. Und dabei war meine Kalorientagesbilanz unverändert bzw. sogar etwas niedriger als sonst, denn Fett macht echt satt!
Das heißt, ich war jetzt fünf Tage nicht am Hungern und durchgehend satt! So richtige Fressgelüste hatte ich auch nicht.
Entweder wieder reine Kopfsache oder an der Sache mit dem Insulinspiegel ist doch was dran.
Gegen Süßhunger habe ich jetzt online Questbars geordert, die sind wohl angeblich keto-genehm.
Wenn nicht sind sie immerhin unfassbar lecker!! Ist mir dann auch egal ;-)
Kleiner, aber angenehmer Nebeneffekt: durch die entleerten Glykogenspeicher habe ich mal eben 2kg abgenommen. Auch wenn es mir nicht ums Abnehmen geht bei der Ernährungsumstellung, vor einer Zunahme von dem vielen Fett hatte ich schon Angst. Scheinbar unbegründet :-)
Hier jetzt noch ein paar Eindrücke von dem, was es bei mir in den letzten Tagen so gab:
![]() |
| Pancakes aus Sojamehl, Frischkäse & Eiern :) |
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| Mini-Bratwürstchen mit Grana Padano Käse <3 |
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| Salat mit Avocado und Hühnchen |
Ansonsten gab es bei mir viele Dinge, die ich seit Jahren nicht gegessen habe, wie Käse in jeglichen Formen oder Salat mit Dönerfleisch.
Morgen werde ich für einen Tag einen Carb-Day einschieben, denn ich habe Angst, dass mich sonst irgendwann der große Fressflash heimsucht, wenn ich Kohlehydrate komplett streiche. Ich habe ein bisschen Angst, dass der Carb Day ausartet, aber ich denke, dass es zur Essanfall-Prophylaxe schon sinnvoll ist in zu machen.
Am Montag sehe ich meine Ernährungsberaterin. Irgendwie glaube ich, dass sie von meiner neuen Idee nicht so viel halten wird. Mal abwarten.
Habt ein schönes restliches Wochenende! <3
Dienstag, 12. Juli 2016
#44 Ernährungsumstellungsversuch, Klappe die x-te
Und mal wieder bin ich mir selbst in die Falle getappt: Ich freue mich über meinen Fear-Food-Überwindungs-Erfolg, passe kurz nicht auf und schon lande ich wieder im altbekannten Binge-Purge-Modus.
Ja, mit den übriggebliebenen Nudeln lief es ein wenig aus dem Ruder. Und einmal losgelaufen, schaltet sich der "Sowiesoallesegal"-Knopf in meinem Kopf ein und den wieder auszuschalten ist gar nicht so leicht.
Nach zwei unschönen Rückfall-Tagen bin ich nun heute mal wieder auf dem Trip eine neue Ernährungsform zu testen: Ich werde versuchen mich ketogen zu ernähren.
Ehrlich gesagt zweifle ich selbst daran, dass ich das a) schaffe und b)das eine gute Idee ist.
Aber ich denke, dass es vielleicht helfen könnte den Insulinspiegel konstant zu halten, indem ich die Kohlenhydrate stark reduziere, stattdessen viel Eiweiß und ja, auch viel gesundes Fett esse. Konstanter Insulinspiegel = weniger Heißhunger = Senkung des Binge-Purge-Risikos. Hoffe ich.
Außerdem versuche ich mich am Meal Timing, indem ich aller 4 Stunden etwas esse. Soll ebenfalls den Insulinspiegel positiv beeinflussen.
Heute Vormittag war ich einkaufen und habe mich entsprechend mit Eiern, Hühnchenfleisch,Avocados,Sonnenblumenkernen und Schafskäse eingedeckt.
Nüsse waren mir zu heikel, zu hohe Bingegefahr.
Ich bin ehrlich gesagt gespannt, ob und wie lange ich meine Keto-Motivation aufrecht erhalte. Denn ich habe gefühlt schon unzählige Ernährungsformen ausprobiert und so wirklich weitergebracht hat es mich nicht, da ich immer das Gefühl hatte verzichten zu müssen. Und verzichten triggert Heißhunger. Auch wenn der Insulinspiegel noch so toll ist.
Warum probiere ich es, obwohl ich jetzt schon zweifle? Ehrlich gesagt, weil ich gerade keine bessere Idee habe. Und irgendwie hoffe ich immernoch, dass ich irgendwann mal einen Weg finde, auf dem ich Frieden mit dem Essen schließen kann. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Weg? Einen Versuch ist es wert, oder?
Und, was auch noch echt verlockend klingt: angeblich kann man, wenn der Körper einmal im ketogenen Stoffwechsel ist, das Kalorien zählen sein lassen und echt viel essen ohne zuzunehmen.
Gut, darauf will ich mich nicht verlassen, deshalb werde ich weiterhin meine Kalos tracken.
Mich würde total interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen mit ketogener Ernährung hat? Oder irgendeiner anderen Ernährungsform?
Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden wie/ob das bei mir klappt!
______________________________
Die Fear-Food-Listen kommen übrigens zeitnah, nur das Thema war gerade wichtiger! ;-)
Ja, mit den übriggebliebenen Nudeln lief es ein wenig aus dem Ruder. Und einmal losgelaufen, schaltet sich der "Sowiesoallesegal"-Knopf in meinem Kopf ein und den wieder auszuschalten ist gar nicht so leicht.
Nach zwei unschönen Rückfall-Tagen bin ich nun heute mal wieder auf dem Trip eine neue Ernährungsform zu testen: Ich werde versuchen mich ketogen zu ernähren.
Ehrlich gesagt zweifle ich selbst daran, dass ich das a) schaffe und b)das eine gute Idee ist.
Aber ich denke, dass es vielleicht helfen könnte den Insulinspiegel konstant zu halten, indem ich die Kohlenhydrate stark reduziere, stattdessen viel Eiweiß und ja, auch viel gesundes Fett esse. Konstanter Insulinspiegel = weniger Heißhunger = Senkung des Binge-Purge-Risikos. Hoffe ich.
Außerdem versuche ich mich am Meal Timing, indem ich aller 4 Stunden etwas esse. Soll ebenfalls den Insulinspiegel positiv beeinflussen.
Heute Vormittag war ich einkaufen und habe mich entsprechend mit Eiern, Hühnchenfleisch,Avocados,Sonnenblumenkernen und Schafskäse eingedeckt.
Nüsse waren mir zu heikel, zu hohe Bingegefahr.
Ich bin ehrlich gesagt gespannt, ob und wie lange ich meine Keto-Motivation aufrecht erhalte. Denn ich habe gefühlt schon unzählige Ernährungsformen ausprobiert und so wirklich weitergebracht hat es mich nicht, da ich immer das Gefühl hatte verzichten zu müssen. Und verzichten triggert Heißhunger. Auch wenn der Insulinspiegel noch so toll ist.
Warum probiere ich es, obwohl ich jetzt schon zweifle? Ehrlich gesagt, weil ich gerade keine bessere Idee habe. Und irgendwie hoffe ich immernoch, dass ich irgendwann mal einen Weg finde, auf dem ich Frieden mit dem Essen schließen kann. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Weg? Einen Versuch ist es wert, oder?
Und, was auch noch echt verlockend klingt: angeblich kann man, wenn der Körper einmal im ketogenen Stoffwechsel ist, das Kalorien zählen sein lassen und echt viel essen ohne zuzunehmen.
Gut, darauf will ich mich nicht verlassen, deshalb werde ich weiterhin meine Kalos tracken.
Mich würde total interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen mit ketogener Ernährung hat? Oder irgendeiner anderen Ernährungsform?
Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden wie/ob das bei mir klappt!
______________________________
Die Fear-Food-Listen kommen übrigens zeitnah, nur das Thema war gerade wichtiger! ;-)
Freitag, 8. Juli 2016
#43 Fear-Food
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass wohl so gut wie jede(r) Essgestörte irgendwelche Fear-Foods hat.
Bei mir stehen Nudeln ziemlich weit oben auf der Liste. Nicht so weit oben wie Süßkram
aller Art oder Pizza, aber relativ direkt danach.
Mit anderen Lebensmitteln wie Couscous, was ja auch aus Hartweißzengrieß besteht, habe ich seltsamerweise weniger Probleme. Ich bin komisch.
Nicht nur, dass ich mich, wenn ich doch mal Nudeln esse, immer schlecht fühle im Nachhinein; sie haben bei mir auch ein extrem hohes Binge-Gefahrenpotential.
Gestern war ich jedenfalls einkaufen und dachte mir, in so einem Anfall von Recovery-Positivismus, dass ich es einfach mal wieder probiere. Probieren muss. Denn ich hab die hier entdeckt und musste sie unbedingt mitnehmen:
Ich liebe ja Ziegenkäse ohne Ende! Auch wenn ich den ebenfalls nie esse, da er genauso auf der Fear-Food-Liste steht. Immerhin ohne Bingegefahrenstufe.
Jedenfalls ist die Kombination aus Nudeln und Ziegenkäse eigentlich nichts, was für meinen Kopf leicht verdaulich ist.
Ich wollte es trotzdem unbedingt probieren und habe es heute tatsächlich geschafft nur die halbe Packung zu essen :-)
Hätte ich mich nicht bremsen können und die ganze Packung auf einmal vernichtet, hätte ich mit ziemlicher Sicherheit direkt noch Pizza + Ben&Jerrys bestellt.
Leider waren die Ziegenkäse-Nudeln gar nicht so ein übermäßiges Geschmackserlebnis wie erwartet, aber die hauptsache ist ja, dass ich mich an ein Fear-Food herangetraut habe, ohne direkt hinterherzubingen.
Letztens habe ich meine "Erlaubt" und "Verboten" - Listen aus früheren Essstörungszeiten wiedergefunden. Interessiert euch das, soll ich die mal posten?
Und habt ihr auch so ein Fear-Food-Ranking bzw. teilt ihr Lebensmittel irgendwie anders ein?
Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende <3
Bei mir stehen Nudeln ziemlich weit oben auf der Liste. Nicht so weit oben wie Süßkram
aller Art oder Pizza, aber relativ direkt danach.
Mit anderen Lebensmitteln wie Couscous, was ja auch aus Hartweißzengrieß besteht, habe ich seltsamerweise weniger Probleme. Ich bin komisch.
Nicht nur, dass ich mich, wenn ich doch mal Nudeln esse, immer schlecht fühle im Nachhinein; sie haben bei mir auch ein extrem hohes Binge-Gefahrenpotential.
Gestern war ich jedenfalls einkaufen und dachte mir, in so einem Anfall von Recovery-Positivismus, dass ich es einfach mal wieder probiere. Probieren muss. Denn ich hab die hier entdeckt und musste sie unbedingt mitnehmen:
Ich liebe ja Ziegenkäse ohne Ende! Auch wenn ich den ebenfalls nie esse, da er genauso auf der Fear-Food-Liste steht. Immerhin ohne Bingegefahrenstufe.
Jedenfalls ist die Kombination aus Nudeln und Ziegenkäse eigentlich nichts, was für meinen Kopf leicht verdaulich ist.
Ich wollte es trotzdem unbedingt probieren und habe es heute tatsächlich geschafft nur die halbe Packung zu essen :-)
Hätte ich mich nicht bremsen können und die ganze Packung auf einmal vernichtet, hätte ich mit ziemlicher Sicherheit direkt noch Pizza + Ben&Jerrys bestellt.
Leider waren die Ziegenkäse-Nudeln gar nicht so ein übermäßiges Geschmackserlebnis wie erwartet, aber die hauptsache ist ja, dass ich mich an ein Fear-Food herangetraut habe, ohne direkt hinterherzubingen.
Letztens habe ich meine "Erlaubt" und "Verboten" - Listen aus früheren Essstörungszeiten wiedergefunden. Interessiert euch das, soll ich die mal posten?
Und habt ihr auch so ein Fear-Food-Ranking bzw. teilt ihr Lebensmittel irgendwie anders ein?
Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende <3
Mittwoch, 6. Juli 2016
#42 Nachtgedankenkopfmüllchaos
Es gibt Menschen, die kommen in dein Leben und behaupten, dass sie bleiben. Dass sie da sind fürimmerundewig.
Diese Menschen kommen mit großen Taschen, um zu zeigen, dass sie es ernst meinen mit dem Bleiben.
Aus den Taschen holen sie Worte über Worte, die vollgepackt sind mit Versprechen und Zuneigung und Trost und Wärme und Halt.
Worte, die sagen, dass jetzt alles gut wird.
Worte, an die man glauben möchte.
Irgendwann öffnest du eine Tasche. Die Tasche, aus der die versprechenden Worte herausgekommen waren, die du jetzt gerade so dringend brauchst.
Du willst auf sie zurückgreifen. Auf die Worte, die für dich da sind und den Menschen, zu dem diese Worte gehören.
Dann stellst du fest, dass die Tasche leer ist, genauso wie die Worte. Du stellst fest, dass sie wohl einfach weggeflogen sind, die Worte. Dass sie nicht länger Bestand hatten als der Moment, in dem sie über die Lippen des Menschen kamen, der sie an dich gerichtet hat.
Du öffnest die restlichen Taschen und stellst fest, dass sie genauso leer sind.
Du stellst fest, dass all das, woran du jahrelang geglaubt hast, nicht mehr war als ein warmer Windhauch, den du festhalten wolltest, als du im Schneesturm die Orientierung verloren hast.
________________________
Danke für all eure lieben Kommentare, ich beantworte morgen fleißig weiter :-*
Diese Menschen kommen mit großen Taschen, um zu zeigen, dass sie es ernst meinen mit dem Bleiben.
Aus den Taschen holen sie Worte über Worte, die vollgepackt sind mit Versprechen und Zuneigung und Trost und Wärme und Halt.
Worte, die sagen, dass jetzt alles gut wird.
Worte, an die man glauben möchte.
Irgendwann öffnest du eine Tasche. Die Tasche, aus der die versprechenden Worte herausgekommen waren, die du jetzt gerade so dringend brauchst.
Du willst auf sie zurückgreifen. Auf die Worte, die für dich da sind und den Menschen, zu dem diese Worte gehören.
Dann stellst du fest, dass die Tasche leer ist, genauso wie die Worte. Du stellst fest, dass sie wohl einfach weggeflogen sind, die Worte. Dass sie nicht länger Bestand hatten als der Moment, in dem sie über die Lippen des Menschen kamen, der sie an dich gerichtet hat.
Du öffnest die restlichen Taschen und stellst fest, dass sie genauso leer sind.
Du stellst fest, dass all das, woran du jahrelang geglaubt hast, nicht mehr war als ein warmer Windhauch, den du festhalten wolltest, als du im Schneesturm die Orientierung verloren hast.
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Danke für all eure lieben Kommentare, ich beantworte morgen fleißig weiter :-*
#41 Ich hätte es wissen sollen.
"Wir glauben so lange daran, dass die Zeit alle Wunden heilt, bis die Narben innerhalb von Sekunden wieder aufreißen."
Dienstag, 5. Juli 2016
#40 Es lebe der Kontrollzwang!
Heute.
Ich hole mir einen vegetarischen Dürüm zum Abendessen. Mache ich oft. Mein Kopf ist daran gewöhnt und der fleisch-,käse- und zwiebelfreie Dürüm ist als Safe-Food hinterlegt.
Heute.
21.00Uhr.
Der Schock.
Ich war in einem anderen Dönerladen und merke zuhause: der Teig ist anders als sonst.
Weltuntergang, denn:
Andere Konsistenz, anderer Geschmack, andere Größe = anderer Kaloriengehalt?
Ich kann unmöglich etwas essen, dessen Kalorien ich nicht zumindest grob kenne.
Der Teig schmeckt süßlich und ist dicker, zwei Indizien, die auf zusätzliche Kalorien hindeuten.
Ich bin am Verhungern.
Aber ich kann unmöglich einen Teig essen, der am Ende vielleicht als Grundzutat Öl oder sonstwas hat.
21.15Uhr.
Es hilft ja nichts. Ich kann nicht essen, bevor ich keine Klarheit habe über die Rolle vor mir auf dem Teller.
Ich fange an zu googlen. Informiere mich über jegliche Arten von Teig, die einem in Dönergeschäften über den Weg laufen können. Das Thema ist komplexer als gedacht und die Bezeichnungen werden nicht eindeutig und einheitlich verwendet. Ich schaue mir Bilder an und versuche zu ermitteln um welche Art von Teigprodukt es sich bei mir handelt. Ich lande bei Lahmacun - Teig.
21.30Uhr.
Ich google immernoch. Nach den Zutaten von Lahmacun und den Kalorien des Teigs. Gar nicht so einfach entsprechende Angaben zu finden, die nicht schon irgendwelche Zutaten einbeziehen. Dann gleiche ich mit den Dürüm Zutaten und -werten ab.
21.35Uhr.
Eine Freundin ruft mich an, aber ich kann nicht rangehen. Nicht jetzt. Ich bin zu beschäftigt.
21.38Uhr.
Ich überlege, ob ich den Teig abwiegen sollte, um eine genauere Kalorienangabe zu ermitteln. Verwerfe die Idee aber, weil mir dass dann doch recht zwanghaft vorkommt.
Zum Glück habe ich im Vorfeld ja nur -ganz zwanglos- 40 Minuten lang recherchiert und gerechnet.
21.45Uhr
Ich entscheide mich letztendlich den Dürüm im Lahmacun-Teig zu essen!
Nach 45 Minuten zwanghafter Recherche, die ich brauche, um eine Teigrolle mit Gemüsefüllung essen zu können.
Ja, das ist krank. Das ist ein Siegeszug für meine Essstörungs-Geister.
Das ist nicht das 'normale Essverhalten', welches ich so gern irgendwann wieder erreichen will.
Der heutige Abend ist nur ein Beispiel. Ich verschwende andauernd viel Zeit und Energie für solche Aktionen.
Zeit und Energie, die ich viel lieber in andere Dinge investieren würde.
Ich weiß nur noch nicht in welche.
Ich hole mir einen vegetarischen Dürüm zum Abendessen. Mache ich oft. Mein Kopf ist daran gewöhnt und der fleisch-,käse- und zwiebelfreie Dürüm ist als Safe-Food hinterlegt.
Heute.
21.00Uhr.
Der Schock.
Ich war in einem anderen Dönerladen und merke zuhause: der Teig ist anders als sonst.
Weltuntergang, denn:
Andere Konsistenz, anderer Geschmack, andere Größe = anderer Kaloriengehalt?
Ich kann unmöglich etwas essen, dessen Kalorien ich nicht zumindest grob kenne.
Der Teig schmeckt süßlich und ist dicker, zwei Indizien, die auf zusätzliche Kalorien hindeuten.
Ich bin am Verhungern.
Aber ich kann unmöglich einen Teig essen, der am Ende vielleicht als Grundzutat Öl oder sonstwas hat.
21.15Uhr.
Es hilft ja nichts. Ich kann nicht essen, bevor ich keine Klarheit habe über die Rolle vor mir auf dem Teller.
Ich fange an zu googlen. Informiere mich über jegliche Arten von Teig, die einem in Dönergeschäften über den Weg laufen können. Das Thema ist komplexer als gedacht und die Bezeichnungen werden nicht eindeutig und einheitlich verwendet. Ich schaue mir Bilder an und versuche zu ermitteln um welche Art von Teigprodukt es sich bei mir handelt. Ich lande bei Lahmacun - Teig.
21.30Uhr.
Ich google immernoch. Nach den Zutaten von Lahmacun und den Kalorien des Teigs. Gar nicht so einfach entsprechende Angaben zu finden, die nicht schon irgendwelche Zutaten einbeziehen. Dann gleiche ich mit den Dürüm Zutaten und -werten ab.
21.35Uhr.
Eine Freundin ruft mich an, aber ich kann nicht rangehen. Nicht jetzt. Ich bin zu beschäftigt.
21.38Uhr.
Ich überlege, ob ich den Teig abwiegen sollte, um eine genauere Kalorienangabe zu ermitteln. Verwerfe die Idee aber, weil mir dass dann doch recht zwanghaft vorkommt.
Zum Glück habe ich im Vorfeld ja nur -ganz zwanglos- 40 Minuten lang recherchiert und gerechnet.
21.45Uhr
Ich entscheide mich letztendlich den Dürüm im Lahmacun-Teig zu essen!
Nach 45 Minuten zwanghafter Recherche, die ich brauche, um eine Teigrolle mit Gemüsefüllung essen zu können.
Ja, das ist krank. Das ist ein Siegeszug für meine Essstörungs-Geister.
Das ist nicht das 'normale Essverhalten', welches ich so gern irgendwann wieder erreichen will.
Der heutige Abend ist nur ein Beispiel. Ich verschwende andauernd viel Zeit und Energie für solche Aktionen.
Zeit und Energie, die ich viel lieber in andere Dinge investieren würde.
Ich weiß nur noch nicht in welche.
Montag, 4. Juli 2016
#39 Mein sportfreier 'Whole Day Of Eating'
Frühstück, 8Uhr, ca. 400kcal
Ja, ich bin süchtig nach Bananenpancakes. Die hier sind leider ein wenig verbrannt, ich liebe sie deshalb nicht weniger. :D
Auf Arbeit hatte ich als Snack einen Proteinriegel, der ca. 200kcal hatte. Hab leider kein Foto gemacht.
Mittagessen, 12.30Uhr, ca. 500kcal
Zweites Suchtessen von mir, Gemüsebratlinge. Natürlich gekauft, weil ich unheimlich kochfaul bin. Zurzeit esse ich die fast täglich, ist definitiv eines meiner Safefoods. Obendrauf Kräuterquark und dazu Kohlrabi, Paprika und Zucchini.
Pre-Dinner, 17.30Uhr, Kalorien =? 300/400/500?
Ich habe am Nachmittag eine Freundin besucht und war mit ihr essen im Restaurant. Dort habe ich mir Spinatcrepes mit Gemüsebeilage bestellt. Natürlich habe ich in meiner Food-Track-App die Crepes sicherheitshalber mit 500kcal eingetragen. Leider fühle ich mich immer noch unwohl mit Gerichten, deren Kaloriengehalt ich nicht exakt bestimmen kann.
Dinner Nr. 2, 21.30Uhr, ca.300kcal
Meinem Hunger nach waren die Spinatcrepes beruhigenderweise wohl doch nicht zur Hälfte aus Butter, Öl und Co gemacht. (Denn davon gehe ich ja prinzipiell aus, wenn ich auswärts esse.)
Zuhause habe ich mir also noch ein Omelette aus zwei Eiern mit Schinken und Paprika gemacht. War okay. Eigentlich mag ich gar kein Omelette, ich denke nur manchmal, dass ich es doch noch irgendwann mal lieben lerne.
Zuhause habe ich mir also noch ein Omelette aus zwei Eiern mit Schinken und Paprika gemacht. War okay. Eigentlich mag ich gar kein Omelette, ich denke nur manchmal, dass ich es doch noch irgendwann mal lieben lerne.
Einschlaf-Snack, irgendwann spät, ca. 200kcal
Eine Angewohnheit, die ich einfach nicht ablegen kann. Ganz früher habe ich als Nachtsnack Süßigkeiten gegessen und Bananensaft (manchmal eine ganze Packung!) getrunken, die letzten Jahre war es immer ein Obstteller, jetzt, da ich neuerdings auch vor Obstkalorien Angst habe, gibt es immer einen Gemüseteller. Selbst wenn ich verreise oder so. Ich werde richtig unruhig, wenn ich dieses Ritual nicht durchführen kann.
Im Hintergrund übrigens - Danke an Lia für den Tipp - PureTea Früchtetee :-)

Insgesamt war ich also bei etwa 2100 Kalorien. Nicht mit eingerechnet sind die Milch im Kaffee und ein Cappuccino. Denn eigentlich versuche ich es mir abzugewöhnen auch das noch mit einzurechnen. Schlimm genug, dass ich Gemüsekalorien tracke.
Ich wünschte ich könnte viel öfter so essen wie an diesem Tag. So stelle ich mir 'normal essen' vor. Ohne Hungern und ohne Vollstopfen. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Manchmal, wie am Wochenende, bin ich so nah dran an 'Normal'. Ich merke, dass es geht.Dass 'Gesund sein' zum Greifen nah ist.
Und manchmal, heute, bin ich so weit weg. Kilometer und Lichtjahre entfernt. Aber auch Lichtjahre kann man überwinden, oder?
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