Dienstag, 14. März 2017

#68 Ein Jahr später

Letztes Jahr im März habe ich angefangen zu bloggen.

-An dieser Stelle ein ganz großes Danke, an alle, die trotz meiner in den letzten Monaten sporadischen Posts noch mitlesen! Es fühlt sich immer ein bisschen an wie 'nachhause kommen', wenn ich wieder auf Blogger vorbeistolpere.

Ein Jahr ist vergangen und auch wenn ich jetzt gern die Fortschritte auflisten würde-realistisch gesehen bin ich nicht wirklich an einem anderen Punkt als damals.

Was war in letzter Zeit bei mir so los?

Ich hatte meine alljährliche Studiumskrise, habe mal wieder überlegt abzubrechen, beruflich komplett in den Sportbereich zu gehen und irgendwie war ich ziemlich verzweifelt, weil ich nicht wusste was ich wollte.
Ich habe viele Abende in Folge mit meiner Mutter telefoniert (wir hören uns sonst eher aller x Wochen mal kurz) und nur geheult, sie war sichtlich überfordert mit der Situation, aber ich wusste nicht, wen ich sonst anrufen sollte, weil ich mich sowieso und überhaupt gerade echt einsam fühle.
Könnte daran liegen, dass ich zwischen meinen tausendundeins Jobs vergesse mein Sozialleben zu pflegen. Vielleicht, weil ich viel zu oft finde, dass das die Energie eh nicht wert ist, die man da reininvestiert. Am Ende wird man doch wieder enttäuscht und Enttäuschungen spüle ich ja bekanntlich mit Binge-Orgien und Toilettenwasser weg. Also lieber gleich lassen.
Ich habe übrigens Angst verbittert zu werden und alt und einsam zu sterben an meiner Enttäuschungsangst. Zum Glück habe ich genügend andere Ängste, die mich ablenken.

Essenstechnisch lief es bei mir in den letzten 3 Wochen seit Ewigkeiten einmal 
ziemlich gut. Ich habe erstmals wirklich so viel gegessen, wie ich brauche und war ganz begeistert davon, wie viel Energie ich hatte, wie viel besser meine Haare und meine Haut und mein ganzes Leben waren. 
Kurz vor der magischen 4-Wochen-Kotzfrei-Marke war ich übermütig genug zu glauben, dass ich mit Keksen im Haus umgehen könnte. Konnte ich aber nicht. 
Und weil die Waage sowieso schon kurz vor einer neuen Höchstanzeige stand und weil ich sowieso wieder versagt hatte, zog ich die einzige logische Konsequenz: Zurück zum Hunger-Fress-Modus, ein bisschen Selbsthass praktizieren.
Und da bin ich jetzt wieder, zurück am Energielimit und ich spare mir das restliche Gejammer. Ich glaube, der ganze Post war schon jammerhaft genug. 

Ich hoffe euch geht es gut, ihr Lieben!
 
 

3 Kommentare:

  1. Mina <3 wie schön von dir zu lesen! Auch wenn es mich sehr sehr traurig stimmt, dass du momentan so sehr am kämpfen bist :( Du hast so viel mehr verdient als diese dauernde Unsicherheit, diese quälenden Gedanken, diesews Nie-Gut-Genug sein. Du hast es so verdient, dass du endlich wieder unbeschwert sein kannst.
    Und gerade was die Uni betrifft, ich kann dir das so gut nachfühlen, mir gehts gerade mal wieder ähnlich. Hänge ja sowieso ein Jahr hinterher und jetzt bekomme ich wenn ich pech habe deshalb kein bafög mehr was sehr fatal wäre, denn ich habe mich mal wieder entschlossen umzuziehen (ja, ich wohne nun seit 1.März wieder alleine, lange geschichte..)ansonsten sollte ich wohl auch lieber den Mund halten, denn mir geht es leider ebenfalls (seit Jahren wohl nun schon) nicht besser. vielleicht auch nicht schlechter (okay, ja, ich kann noch nicht mal sagen, dass das mit dem Kotzen irgendwie besser geworden ist. Schade.)Gewicht geht mal ein wenig hoch dann wieder runter, aber eigentlich hat sich nichts getan. überleben ist wohl die Devise.
    Ich hoffe ich hab dich nicht zu sehr vollgespammtsüße. Ich wünsche dir trotzdem einen schönen Tag
    :***

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  2. Mina♥
    schön von dir zu lesen!
    Ich arbeite, traurigerweise, im Callcenter momentan. Wechsel aber ständig meine 'Jobs', naja
    Mir gehts je nach Tag mal gut mal nicht gut
    und dir?
    Ich find übrigens nicht dass du jammerst in deinen Posts, es ist okay über etwas zu schreiben was dich bedrückt, wieso solltest du dir selbst etwas vormachen und sagen dass alles okay und schön ist
    Fühl dich gedrückt

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