Samstag, 28. Mai 2016

#29 Runde 2: Whole Day Of Eating

Mein gestriger "Whole Day of Eating" - diesmal von einem der seltenen Tage, an denen ich nichts Großartiges gemacht habe. Abgesehen von einer Stunde BBP-Kurs habe ich eigentlich nur gegammelt :D
Insgesamt lag ich bei knapp über 2000kcal, das ist die Menge an Kalorien, die ich eigentlich täglich esse, bei sehr sportlastigen Tagen auch mal mehr.
Normalerweise verzichte ich auf meinem Blog ja auf Zahlenangaben, aber ich möchte die Kalorien hier einfach nennen, um zu sagen: VON 2000 KALORIEN NEHMT IHR NICHT ZU!

Frühstück, 10.00Uhr, ~600kcal

Dinkelvollkornbrötchen mit Zucchini-Feta-Frischkäse und Gemüse

Frühstücksbrei mit Honig, Erdbeeren & Heidelbeeren
     
 






















Ja, soviel esse ich zum Frühstück, vorallem wenn ich die Zeit dazu habe, dann zelebriere ich das richtig. Frühstücken war schon immer meine Lieblingsmahlzeit am Tag. Kleiner persönlicher Erfolg: auf meinem Brötchen ist Doppelrahmstufen-Frischkäse!


Mittagessen, 13.30Uhr, ~450kcal
Süßkartoffel mit Kräuterquark 













Sieht jetzt nicht so spektakulär aus, aber ich LIEBE Süßkartoffel ohne Ende. Könnte ich andauernd essen. 


Nachmittags-/Pre-Sport-Mahlzeit, 17.00Uhr, ~400kcal

Bananenpfannkuchen und nochmal Heidelbeeren+Erdbeeren















Nochwas, worauf ich total stehe: Bananenpfannkuchen. Gibt es bei mir auch so ungefähr täglich.


Abendessen, 21.30Uhr, ~500kcal


geräucherte Forelle, Gemüseberg, darunter versteckt: Fetakäse












 Noch ein kleiner Erfolg: Fetakäse, und zwar diesmal nicht als Light-Variante. Außerdem geräucherte Forelle, weil ich ja jetzt versuche mehr Omega 3-Fettsäuren aufzunehmen.

An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an Aurora, dank deiner Erläuterung (siehe Kommentare: "Lieber dünn als Gesund") fällt es mir echt viel leichter Fette zu mir zu nehmen :-)


Falls sich jemand wundert, dass die Kaloriensumme jetzt knapp unter 2000 liegt: ich rechne (leider) auch die Milch im Kaffee etc. mit, die habe ich hier aber nicht mit aufgelistet.

 Ich wünsche euch einen schönen Restsamstag! <3

Donnerstag, 26. Mai 2016

#28 Spiegelstunden















Meine letzten Therapiestunden habe ich vor einem Spiegel verbracht. Sitzend oder stehend, immer mit Kamera und Therapeutin im Nacken.
Ich soll mich zu meinem Körper äußern, und zwar ganz NEUTRAL, um die Selbstliebe zu fördern und so. Positive Statements sind selbstverständlich auch genehmigt. Ich soll so tun, als ob ich einer blinden Person beschreiben würde, wie ich aussehe.
Warum auch immer man blinden Person gegenüber neutral bleiben muss.

Jedenfalls sitze/stehe ich nun Stunde für Stunde vor dem eigens für mich gekauften Therapeutinnenspiegel und sehe mir dabei zu, wie ich meinen Körper in Worte fasse. Neutrale Worte. Bestenfalls sogar wertschätzende Worte. Dann ernte ich Lob. Also nehme ich öfter mal welche von den Body Positivity-Floskeln, um meinen guten Willen und meinen angeblichen Fortschritt zu beweisen.
Und um möglichst bald nicht mehr jede Stunde vor diesem beschissenen Spiegel hocken zu müssen.
"Ich mag meine Haarfarbe."
-Lob.
"Und meine Piercings."
-noch mehr Lob.
"Meine Hüften sind weiblich."
-Begeisterungsstürme.  
Dabei ist weiblich für mich nur ein anderes Wort für zuviel.


Meistens verwende ich aber Beschreibungen wie "normal", "okay", "durchschnittlich" - denn, mal ehrlich, wenn ich nichts Negatives sagen soll, was bleibt mir dann Anderes übrig als 0-8-15 - Nichtssage-Wörter zu nutzen? Zuviel Eigenlob und Selbstzufriedenheit ist schließlich auch verdächtig.

Ich hasse es gefilmt zu werden. Ich hasse es vor diesem Spiegel zu sitzen. Ich finde es Zeitverschwendung. Ich habe das Gefühl, dass es mich nicht weiterbringt.

Ich verabscheue meinen Körper nicht. Ich habe keine ausgeprägte Körperschemastörung, bin im Normalgewicht und will momentan nicht mal unbedingt abnehmen. Ja, ich bin nicht zufrieden mit meinem Körper, aber ich finde ihn okay. Und ja, manchmal will ich unbedingt verschwindend dünn sein. Aber mein Körper als solcher ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich meine Probleme über meinen Körper löse. Dass ich leer und haltlos und einsam sein mit zählen,wiegen,hungern und vollstopfen und brechen betäube. 

Wenn ich jetzt -mal rein hypothetisch- die große Körperliebe entwickle: wohin dann mit dem leerhaltloseinsamundverlassenfühlen in mir drin? Wohin projiziere ich das dann, wenn nicht auf meinen Körper? 

In meinen Augen ergibt die Herangehensweise meiner Therapeutin ehrlich gesagt gerade nicht so viel Sinn. Ich halte Körpertherapie prinzipiell für eine gute Sache - wenn es wirklich eine Körperschemastörung gibt, die dem gesund werden im Weg steht. 
Für mich fühlt es sich aber gerade eher an, als ob die Körperschiene der falsche Ansatzpunkt ist. 
Vielleicht irre ich mich auch, keine Ahnung.

Hat denn jemand Erfahrung mit solchen Körpertherapie-Sachen?



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KLEINES OFF-TOPIC: 
LIEBE LILLY, FALLS DU HIER ZUFÄLLIG NOCH MITLIEST: ICH FINDE ES TOTAL SCHADE, DASS ES DEINEN BLOG NICHT MEHR GIBT. ICH WÜRDE MICH TROTZDEM FREUEN VON DIR ZU HÖREN, ALSO WENN DU MAGST, KANNST DU MIR IMMER GERN SCHREIBEN, MEINE MAILADRESSE HAST DU JA :*

Dienstag, 24. Mai 2016

#27 Zwei Wochen rückfallfrei!

Heute habe ich seit langem mal wieder die 14-Tage-ohne-Essanfall-Marke geknackt!
Das mag jetzt nicht so weltbewegend klingen, aber für mich ist es ein kleiner großer Erfolg, denn in letzter Zeit habe ich es immer maximal eine reichliche Woche geschafft nicht in alte Muster zu rutschen.  
Eigentlich will ich es lieber gar nicht so laut sagen, aus Angst, dass mein wackeliges Gleichgewicht schneller wieder kippt als mir lieb ist und ich dann umso enttäuschter bin.
Andererseits ist es ja auch wichtig sich solche kleinen Erfolge bewusst zu machen.

Was habe ich also zur Feier des Tages gemacht?
Da ich ja in den letzten beiden Wochen kein Geld in teure Lieferservice-Pizza und Ben&Jerrys-Eis investiert habe, dachte ich mir, dass ich das Geld jetzt sinnvoller investieren könnte. Und was ist sinnvoller als Schuhe? -Eben. 
Also habe ich direkt welche bestellt und freue mich nun wie verrückt auf mein Paket :-)

Außerdem gab es heute noch einen zweiten kleinen Erfolg: ich habe allen Ernstes endlich meinen Kleiderschrank ausgemistet und mich von den Sachen getrennt, in die ich unter gesunden Umständen nicht mehr hineinpassen werde.
Bisher habe ich sie behalten, für den Fall der Fälle. Nur so, weil man schließlich nie wissen kann , ob man irgendwann mal wieder das Bedürfnis verspürt sich in Kindergrößen hineinzuhungern.
Jedenfalls bin ich schwer beladen zu einem Secondhand-Shop gefahren. 
Um den Schwierigkeitsgrad meiner Aktion zu erhöhen, traf ich in dem Geschäft -das Schicksal, meines heute besonders, ist manchmal ein mieser Verräter- auf eine Verkäuferin, der selbst meine aussortierten XS-Kindergrößenhosen von den Hüften gerutscht wären.
Großartig, wenn man gerade versucht dem eigenen Kopf beizubringen, dass Kindergrößenfrauen NICHT die Norm sind.
Am liebsten hätte ich meine ganzen Klamotten wieder mitgenommen und im Rausgehen gerufen, dass ich es mir anders überlegt habe.

Die Sachen wegzugeben hat sich gleichzeitig nach Befreiung und nach Beklemmung angefühlt. Befreiend, weil es ein weiterer, für mich bedeutungstragender Schritt weg von der Essstörung war. Beklemmend aus genau dem gleichen Grund. 
Denn jeder Schritt in diese unbekannte Richtung nimmt mir ein Stück meiner jahrelangen Sicherheit. 
Jeder Schritt bedeutet aber auch Freiheit. Und ich glaube daran, dass ich mich auch mit dieser neuen Freiheit eines Tages irgendwann in ein paar Lichtjahren sicher fühlen kann. 

Gute Nacht ihr Lieben! <3

 
 

 

Montag, 23. Mai 2016

#26 Oberflächeninhalte

Von außen betrachtet bin ich alles.
Alles, was man von mir erwartet. Was Andere von mir erwarten. Was ich von mir erwarte.

Ich kann leere Worte in schöne Sätze packen und leere Sätze mit schönen Worten füllen. 
Ich kann das Blaue vom Himmel lügen und dabei heller strahlen als die Sonne. Verstrahlend hell.
Verblendend hell. 
So hell, dass niemand den Grund sehen kann.

Ich kann warme Worte über meine frostblauen Lippen bringen und Andere damit wärmen, ohne dass es auffällt wie sehr ich friere. Irgendwo in den Tiefen, die keiner sieht.
Manchmal frage ich mich, warum niemand versucht die glitzerhelle Oberfläche zu durchdringen und in die Tiefe zu tauchen. Bis zum Grund.
Und dann fällt mir ein, dass das gar nicht geht, weil ich niemanden die Oberfläche durchdringen lasse. Weil jeder ertrinkt, der es doch wagt.

Mein Oberflächeninhalt ist groß genug, um mich in ihm zu verlieren. Und er ist wandelbar genug, um in jede Erwartungshaltung hineinzupassen. Und in jede Fehlhaltung.
Fehlhaltungen führen irgendwann zu Haltungsschäden.
Dabei bin ich doch auch schon ohne Haltungsschaden haltlos genug.


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Heute mal ein bisschen Gedankenfetzenkram aus einem meiner nächtlichen Denkanfälle.

 




 
 

 

Montag, 16. Mai 2016

#25 Ernährungsberatung II - Lieber dünn als gesund?

Letztens hatte ich ja bereits kurz von meinem Termin bei der Ernährungsberaterin geschrieben. Am Freitag war ich das zweite Mal bei ihr, im Gepäck mein Ernährungstagebuch.
Mir fällt es total schwer "normal" zu essen, wenn ich weiß, dass jemand lesen wird was ich gegessen habe. Da kommt in mir sofort der Impuls hoch extra wenig zu essen oder einfach Sachen wegzulassen, weil ich fürchte ansonsten unglaublich gefräßig zu wirken.

Jedenfalls habe ich diesmal versucht diesen Impuls zu ignorieren, denn die Frau kann mir schließlich nur helfen, wenn ich so esse wie ich eben meistens esse. Und es hat auch einigermaßen geklappt, auch wenn ich vor Peinlichkeit an manchen Stellen fast gestorben bin, weil ich mir sososo verfressen vorkam.

Was kam nun dabei raus?
Ich esse zuviel Chemie und zu wenig eher gar keine gesunden Fette. Aktuell bin ich ja ein kleiner CinnyWinny-Proteinriegel-Addict, außerdem mache ich oft irgendwo, in Joghurts oder Shakes, Proteinpulver rein. Das kam nicht so toll & das soll ich reduzieren, stattdessen gesunde Fett einbauen. Klingt rein theoretisch gut.
Mein Problem ist jetzt: natürlich weiß ich, rein theoretisch, dass ich gesunde Fette brauche und dass Proteinriegel nicht so sonderlich gesund sind. Allerdings immer noch gesünder, als wenn ich echten Zucker in mich reinstopfe und ihn dann wieder loswerde. Oder? 
Ich bin verunsichert. Habe Angst, dass ich mich schlecht fühle, wenn ich die Fette erhöhe und dass das dazu führt, dass ich wieder mehr Rückfälle habe. Außerdem komme ich eben bisher auch gut ohne Öl&Co aus, mir fehlt geschmacklich nicht wirklich was, wenn ich es weglasse.
Wenn ich aber meinen Proteinwasauchimmer-Konsum reduziere, dann fehlt mir der süße Geschmack. Und das ist schon viel problematischer, da ich wahrscheinlich ein bisschen sehr süchtig nach allem bin was süß schmeckt.
Lange Zeit habe ich mein Zuckerbedürfnis mit Obst gedeckt, bis dann meine Fruchtzuckerphobie kam.
Zusätzlich zu der Öl-, Weißmehl- und Industriezuckerphobie. Klasse!

Jetzt bin ich ziemlich hin-und hergerissen. Einerseits will ich meinem Körper ja endlich mal etwas Gutes tun, ihm die Nährstoffe geben, die er braucht. Ich will aus der Essstörung raus und das heißt auch, dass ich vorhandene Phobien überwinden muss.
Andererseits ist da die Angst, dass ich noch nicht so weit bin. Dass ich im Moment vielleicht lieber noch ein bisschen ungesund essen sollte, wenn ich es brauche, weil ich so zumindest die Rückfallquote niedrig halte. Und weil ich mich sicherer fühle mit meinen "vertrauten" Lebensmitteln.

Es nervt mich so sehr, dass dünn sein bei mir immernoch über gesund sein steht. Es nervt mich, dass ich es nicht auf die Reihe bekomme das zu ändern. Und ich weiß, dass es nichts bringt, wenn ich genervt und ungeduldig von und mit mir selbst bin.

In zwei Wochen ist der nächste Termin. Da kann ich nicht antanzen, ohne zumindest einen Versuch unternommen zu haben...


Habt einen schönen restlichen Montag! :-)
 

Freitag, 13. Mai 2016

#24 Gewichtsgrenzen

Am Montag hatte ich einen Rückfall.
Am Dienstag dann einen Gewichtsschock.
Trotz Gegenmaßnahme war ich über meine imaginäre Gewichtstoleranzgrenze gekommen.
Und ja, natürlich weiß ich rational gedacht, dass es Wasser, Magen/Darminhalt etc. ist, was das Gewicht nach einer Essattacke in die Höhe treibt.
Aber das ändert nichts daran, dass bei mir ab einer bestimmten Zahl alle Lichter ausgehen und ich einfach nur noch verdammt große Angst habe.
Angst davor, dass das jetzt so weitergeht, dass ich die Kontrolle verliere, dass die Zahl auf der Waage immer und immer höher klettern wird.
Kennt ihr das? Bestimmt, oder?
Man hat einen bestimmten Toleranzbereich, in dem Zunehmen zwar auch nicht schön ist, aber noch erträglich ist, weil es in einem selbstgesteckten Rahmen stattfindet. Und dann plötzlich ändert sich die zweite Zahl vor dem Komma und obwohl der Gewichtsunterschied vielleicht kleiner ist als andere Male, hat man das Gefühl, dass die nackte Panik ausbricht.
Nicht nur das Gefühl,sie bricht tatsächlich aus.

Was war also die Folge?
Logisch, zurück ins alte Muster, weniger essen. Sich beweisen, dass man das noch kann. Dass man nach wie vor die Kontrolle über sich und sein Essverhalten hat.
Auf der einen Seite erleichtert es mich jedes Mal, wenn ich merke, dass ich relativ problemlos wieder zurück ins alte Schema kann.
Andererseits-habe ich mir das nicht oft genug bewiesen in den letzten 5 Jahren? Hab ich immernoch nicht gelernt, dass es nichts bringt?
Und war nicht meine neue Challenge, dass ich nicht sofort wieder zurückverfallen will, wenn die Waage mal ein wenig nach oben geht? Dass ich meinem Körper trotzdem weiter das gebe was er braucht, nämlich ausreichend Nahrung?


Es ist jedes Mal dieser Zwiespalt. 
Und es ist jedes Mal die Gefahr wieder mehr in die Essstörung abzurutschen.

Denn heute, drei Tage später, liege ich gewichtstechnisch wieder unterhalb meiner Toleranzgrenze. Das heißt, ich könnte theoretisch wieder 'normal', ausreichend essen. Habe mir schließlich bewiesen, dass das Einschränken noch immer klappt. Oder?
Andererseits-warum mehr essen, wenn weniger gerade auch gut klappt? Warum nicht ein bisschen Gewichspuffer schaffen?

Ich weiß, dass für mich die Gefahr gerade groß ist eine weitere Runde im Teufelskreis zu drehen.
Und deshalb entscheide ich mich diesmal auszusteigen, bevor ich nicht mehr kann. Bevor ich wieder in der Hunger-Brech-Spirale festhänge.
Ich entscheide mich zu essen. 
Denn dass ich hungern und brechen kann, dass weiß ich eh schon.


Wer sich übrigens fragt warum ich keine genauen Zahlen verwende-dazu habe ich auf meiner "Über mich" - Seite etwas geschrieben.

Ich wünsche euch einen sonnigen Freitag <3   

  
 

 

 

Sonntag, 8. Mai 2016

#22 Muttertag

3,5 Stunden.
So lange hat mein Muttertags-Besuch bei meiner Mum heute gedauert.
Eigentlich hatte ich nicht vor sie zu besuchen, aber meine andere Verabredung hatte abgesagt und es wäre schade um das Spritgeld für die Autofahrt in meine Heimatstadt gewesen.

210 Minuten.
Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so viel Zeit am Stück mit ihr verbracht habe.

Es war sogar wirklich okay. Okay, mit Tendenzen zu entspannt und angenehm - schön wäre jetzt vielleicht doch ein wenig übertrieben.
Ich weiß nicht wann es das letzte mal okay war. Wann ich das letzte Mal keinen Rückfall hatte, nachdem ich sie gesehen habe.

Als ich abends wieder gegangen bin hat sie sich bedankt. 
Dafür, dass ich mir so viel Zeit für sie genommen habe.
Fast wäre ich da wieder in die Schuldgedankenschleife gerutscht, bei der am Ende immer rauskommt, dass ich genau die undankbare,egoistische,materialistische,rücksichtslose [...] Tochter bin, die meine Mum in mir sieht.
 Als ob ich diejenige wäre, die nicht anruft, nicht nachfragt, sich nicht kümmert, Unternehmungsvorschläge ignoriert und zu bequem ist für einen Besuch eine Stunde Autofahrt in Kauf zu nehmen.
Und nein, kein Kopfkino. Ich denke nicht nur, dass sie mich für diese Tochter hält. Ich weiß es, denn sie hat es oft genug gesagt.
Und ich habe es oft genug geglaubt. Oft genug, um inzwischen zu wissen, dass ich nicht so bin. Dass ich nicht das Problem bin. 

Warum ich sie trotzdem besuche?
Weil sie mir fehlt. Weil mir generell sowas wie Eltern fehlt. Eltern, die sich auch so verhalten und nicht wie zwei ausgewachsene Problemkinder, die sich an ihrem tochterförmigen Spielball abreagieren.


Kleines Off-Topic zum Schluss: Das gabs heute Nachmittag bei meiner Mum. Heidelbeeren, Naturjoghurt und dazwischen Cantuccini (?). Irgendein italienisches Keksdings. Jedenfalls echt lecker :)
 

 

Freitag, 6. Mai 2016

#21 Da ist er: Mein 'Whole Day Of Eating'

Ehrlich gesagt kostet es mich jetzt gerade doch ein wenig Überwindung zu posten was ich an einem Tag so esse. 
Meine essgestörte Hirnhälfte sagt mir, dass es viel zu viel ist.
Meine gesundwerdorientierte Hirnhälte sagt, dass ich meinem Körper das gebe was er braucht. Und dass das eben mehr ist als nur Gemüse und Magerquark und schwarzer Kaffee. 
Und objektiv betrachtet weiß ich, dass der gesunde Anteil recht hat. 

Sicherlich wird es für Einige jetzt nach superviel aussehen. Aber ich kann vorweg schonmal zur Beruhigung sagen, dass ich mit dieser Menge an Essen/Kalorien nicht zunehme und entspannt im Normalgewichtsbereich liege. Es ist also genau die Menge, die der Körper eben braucht.

So, genug Vorrede, LOS GEHTS!

Frühstück, 8.45Uhr












 -3 kleine Roggenvollkornbrötchen mit Schinken, Marmelade & Honig, 2 kleine gekochte Eier, dazu Tee -.-
ca. 450kcal

Hab gestern in der Wohnung meines Papas übernachtet, da ich heute in meiner Heimatstadt meinem Nebenjob Nr. 2 nachgegangen bin. Kleiner Absturz am Morgen, weil a) die Batterie der Küchenwaage kaputt war und ich einen Abwiegetick habe. Da ich die Brötchen und ihre Werte und das Gewicht aber in etwa kenne war das okay.
b) DIE KAFFEEMASCHINE WAR KAPUTT!!! Totaler Horror für mich, ohne Kaffee in den Tag zu starten. 


Mittagessen, 12.15Uhr












 - 1 vegetarischer Dürüm mit Ananas
ca. 450-500kcal

Sieht jetzt nicht so mega aus, war aber er aber. Mittagessen auf Arbeit, vom Lieblingsdönermann nebenan. Vegetarischen Dürüm esse ich gerade relativ oft, ich finde der schmeckt, macht gut satt und ist trotzdem gesund und kalorientechnisch total okay. Die Kalorienangabe war zwar hier nicht genau bestimmbar, ist aber immerhin das Ergebnis ausführlichster Internetrecherchen, die ich gemacht hatte bevor ich zum ersten Mal einen Dürüm gegessen habe ;-)

Snack, 17.30Uhr


 









 - 2 Cinny Winny Proteinriegel und noch 1 anderer Proteinriegel
540kcal

Nach der Arbeit war ich noch bei meinem Nachhilfekind (Nebenjob Nr.3) und halb sechs kam ich ziemlich ausgehungert nachhause. Hab vergessen ein Foto von dem anderen Riegel zu machen, war aber auch so ein pseudogesundes Proteinteil. Zwar sind diese ganzen Riegel nicht so wirklich gesund, aber ich finde sie immer noch besser als normale Schokoriegel. Sie machen zumindest ein bisschen mehr satt, haben bessere Werte und mein Kopf kommt besser mit der gesunden Aufmachung klar.

Abendessen, 20.45Uhr












-sieht endlich mal appetitlich aus: Ofenkartoffel mit Kräuterschmand, Hühnchenstreifen (sogar gebraten!!!) und Gurkenspaghetti
ca. 700-800kcal

Abends war ich mit einer Freundin essen und noch ein bisschen das schöne Wetter genießen. Die Kalorien habe ich nur grob mit meiner Ernährungsapp zusammengerechnet, meistens setze ich die Kalorien dabei allerdings eher ein wenig zu hoch an. Und eigentlich ist es auch ein wenig egal ob es 600, 800 oder mehr oder weniger waren, denn es war ein schöner, lustiger Abend mit einer guten Freundin.

Insgesamt waren das bei mir heute also zwischen 2100 - 2300 Kalorien.
Und so in etwa sieht meine Kalorienbilanz an den meisten Tagen aus. Wenn ich mehrere Stunden Sport habe, dann esse ich entsprechend noch etwas mehr. Wenn ich mal nur auf dem Sofa rumgammle (was eigentlich nie vorkommt), dann etwas weniger.

An Sport hatte ich heute ein kurzundknackiges 30minütiges Krafttraining. 

 Falls ich später nochmal Hunger haben sollte, dann esse ich vielleicht noch ein bisschen Gemüse mit Kräuterquark zum Dippen. Mal sehen :-)


Schlaft gut ihr Lieben!

Donnerstag, 5. Mai 2016

#20 Ernährungsberatung, Muskelversagen & mein neuester Heißhungerkiller

Hallo ihr Lieben,

obwohl ich ja sonst immer versuche mich bei jedem Post hauptsächlich auf eine Sache zu fokussieren (warum auch immer, wahrscheinlich weil ich ein Strukturfreak bin), gibt es heute mal ein bisschen Themenhopping.

Gestern war ich erstmals bei einer Ernährungsberatung. Keine Ahnung was genau ich mir davon erwarte, denn eigentlich kenne ich mich in der Welt der Mikros und Makros ja schon bestens aus. Theoretisch. Praktisch ist es allerdings eher so, dass ich mich wahnsinnig unsicher fühle mit all den verschiedenen Ernährungsansichten und -konzepten. Zwischenmahlzeiten ja oder nein? Lieber Low Carb, lieber High Carb oder sollte man die Carbs ganz weglassen, weil der menschliche Körper auch ohne Zucker kann? Soll ich intuitiv essen oder doch lieber strukturiert? Und wie steht's mit Meal Timing?
Normalessende Menschen ernähren sich wahrscheinlich einfach so, wie es für sie am besten ist. Da ich aber keine Ahnung habe wie ich meinem Körper das gebe was er braucht, weil ich seit Jahren aus der Übung bin, hoffe ich nun, dass mich die Ernährungsberaterin dahingehend weiterbringt. Menschlich ist sie mir auf jeden Fall sympathisch, das ist schonmal viel wert.
Der erste Schritt ist -mal wieder- ein Ernährungstagebuch. Glücklicherweise ohne Kalorien-und Grammangaben. Zwar tracke ich beides sowieso für mich, aber wenn ich weiß, dass andere Leute diese Angaben lesen werden, dann versuche ich extra wenig und hypergesund zu essen. 
Weil sonst jeder sieht wie unglaublich viel zu viel ich normalerweise esse.
Das ist so ein Stück von meinem essgestörten Denken, das ich noch nicht loswerden konnte: Dass ich nach außen hin immer total diszipliniert wirken will. 

ACHTUNG, THEMENSPRUNG! 

Gestern Abend hatte ich die erste Schicht in meinem neuen Trainerjob. Bisher habe ich ja nur im Kursbereich gearbeitet und ab und zu mal im Service gestanden. Nun habe ich meine Mittwochabend-Kurse aufgegeben, um mein Sportpensum ein bisschen zu reduzieren (was mir echt superschwer gefallen ist) und um mich als Trainerin weiterzuentwickeln; heißt etwas mehr in die Trainingsbetreuung und -planung zu gehen.
Irgendwie dachte ich, dass ich anfangs erstmal nur am Tresen stehe. Ein paar Shakes mixe, bisschen über die Trainingsfläche laufe, bisschen putze und so. Hatte mich schon voll darauf eingestellt mich möglicherweise zu langweilen.
Falsch gedacht. Der Chef war da und hatte es auf mein Anatomiewissen abgesehen. Prinzipiell ja gut, dass er auf das Fachwissen seiner Trainer Wert legt. Nur ungünstig, dass ich vor lauter Aufregung erstmal den größten Mist erzählt habe. Leider neige ich dazu mich schnell verunsichern zu lassen in solchen Situationen. Mein Kopf schmeißt mein Wissen dann in den Mixer, um dann unkontrolliert zusammenhanglose Wortfetzen auszuspucken.
Jetzt habe ich ein bisschen ziemlich viel Angst, dass ich es mir damit  total versaut habe und die nächsten Jahre weiter Shakes mixe und putze, anstatt Trainingspläne zu erstellen. Selbst schuld.


Zum Schluss noch mein aktueller Favorit gegen Heißhungerattacken:

 
 









Zuckerfreier Zimtkaugummi und der Proteinriegel "Cinny Winny" von Rockalicious.
Eigentlich mache ich nicht so gern Schleichwerbung, aber der Riegel ist echt der Wahnsinn. Er schmeckt unglaublich gut nach Zimtsternen und ich kenne echt keinen anderen Fitnessriegel, der mit so guten Werten so unglaublich lecker schmeckt. Und das will was heißen, denn ich habe gefühlt schon jegliche dieser Riegel getestet.
Außerdem macht er dank des hohen Eiweißanteils echt satt und bei mir wirkt er top gegen den Heißhunger. Sehr zu empfehlen!!
Den Kaugummi finde ich auch ganz gut. Grundsätzlich mag ich keinen Kaugummi, aber da ich Zimt liebe, mag ich den hier ganz gern und gegen Heißhunger ist er ebenfalls recht wirksam.

So, ich werde mich nun hinter meine Anatomieunterlagen klemmen, damit ich beim nächsten Mal nicht wieder so abloose. 


Genießt die Sonne & habt einen schönen Tag!
 
 

Dienstag, 3. Mai 2016

#19 Nachteulen-Post

Ursprünglich hatte ich vor heute mal einen "Whole Day of Eating" zu posten. Hab sogar daran gedacht Fotos zu machen. Allerdings war ich derart unmotiviert mein Essen halbwegs schön anzurichten, sodass ich jetzt beim Durchgucken der Bilder beschlossen habe mir da nochmal mehr Mühe zu geben. Das Ganze soll ja schließlich keinen abschreckenden Effekt haben ;-)
Um zumindest schonmal einen Einblick zu liefern, gibts hier immerhin mein heutiges Frühstück:
Overnight Oats (oder zu deutsch: über Nacht durchgeweichte Müslipampe, klingt halt nur nicht so superfoodig) mit Apfel, dazu gab's noch einen Shake aus Sojamilch, Schoko-Proteinpulver und Apfelmus. Von ihm gibts kein Foto, da ich ihn direkt aus dem Shakebecher getrunken habe. Und das sieht ziemlich unappetitlich aus.

 




Eigentlich wollte ich jetzt noch ein bisschen Gedankenchaos als Ersatz für den "Whole Day of Eating" anbringen. Verschiebe ich aber, da ich gerade schon wieder dabei bin viel viel viel zu spät schlafen zu gehen. Und Übermüdung ist einer meiner Top 10 - Essattacken & Stimmungstief - Auslöser.

Gute Nacht ihr Lieben!