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Samstag, 6. August 2016

#50 Wie läuft es eigentlich mit meiner Keto-Ernährung?




Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen mal einen Whole Day of Eating im Keto-Style zu machen, aber irgendwie kriege ich es einfach nicht auf die Reihe mal einen Tag durchweg ans Fotografieren zu denken :-/
Deshalb gibt's heute nur ein normales Ernährungs-Update von mir und ein paar Keto-Foodbilder.

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: natürlich lief es wie immer, wenn ich eine neue Ernährungsform ausprobiere. Eigentlich war es absehbar, dass nach der anfänglichen Hochphase ein kompletter Kohlenhydrat-Verzicht über kurz oder lang zu Kohlenhydrat-Heißhunger führt - Überraschung. In Kombination mit ein bisschen viel Arbeits-und Prüfungsstress hatte ich dann also erstmal wieder eine heftige Rückfallphase falls jemand Fragen zu den Ben&Jerrys-Sorten hat, ich denke ich kenne sie jetzt so ziemlich alle  und im Anschluss hat sich mir die Frage gestellt, ob ich weiter an der Keto-Ernährung festhalten sollte oder nicht. Generell bin ich nämlich nach so Binge-Purge-Phasen immer ein wenig planlos wie ich wieder halbwegs ins 'normale Essen' normal in Verbindung mit essen ist sowieso relativ reinkomme. 
Jedenfalls habe ich mich dann entschieden die Keto-Sache etwas aufzuweichen, aber dennoch nicht aufzugeben.  Heißt konkret, dass ich jetzt mit den Kohlenhydraten nicht mehr gaanz so streng bin, beispielsweise bei Gemüse. Und ich esse außerdem eine kohlenhydratreiche Mahlzeit am Tag, meistens Mittags, denn damit komme ich bisher besser zurecht als mit reinen Carb-Days. Ansonsten gestalte ich meine Mahlzeiten und Snacks weiterhin recht keto-orientiert, auch wenn ich nicht mehr auf jedes Zehntel Gramm Kohlenhydrate schaue. 
Neben den Carb-Cravings war ein weiterer unschöner Nebeneffekt, dass ich durch den KH-Mangel beim Krafttraining weniger Fortschritte gemacht habe. Das hat mich auch ziemlich genervt und an meiner Motivation diese Ernährung durchzuziehen genagt.
Ein positiver Effekt war allerdings, dass mein Hautbild deutlich besser geworden ist.

Mal sehen, wie ich jetzt mit der abgeschwächten Variante klarkomme. Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn ihr mögt :-) 

Hier nun noch ein paar von meinen Keto-Mahlzeiten:

Brokkoli mit Schinkenwürfeln und Kräuterquark // ~300cal












Paprika mit Stremel-Lachs und Mozzarella überbacken // ~450cal




Mein Nacht-Snack: Gemüse, Kräuterquark, Senf, Würstchen // ~200cal




















Neuer Proteinriegel, angeblich mit weniger als 1g Net Carbs // 184cal


Dienstag, 26. Juli 2016

#48 Mit leichter Verzögerung: Meine Fear-Food-Listen früher&heute

Aufgrund meiner ganzen Keto-Ernährungsumstellung war es ein wenig unter den Tisch gefallen, trotzdem habe ich es natürlich nicht vergessen: Ich wollte euch mal meine Fear-Food-Listen von früher zeigen, aus meiner ersten Essstörungsphase, in der ich noch wesentlich mehr auf dem Hunger-Trip war als jetzt heute.

Ich habe sie jetzt einfach mal abfotografiert, in der Hoffnung, dass es lesbar ist, aber ich fand das 'stilechter', irgendwie. Hätte ich sie abgetippt, hätte ich automatisch Sachen bzw. Formulierungen etc. verändert. 


 

 Wie ihr seht, habe ich so ein bisschen in Verboten und Erlaubt geteilt, wobei ich bei verboten scheinbar nochmal unterteilt habe in 'ganz schlimm' und 'geht so'. Diese Unterscheidung war allerdings eher ein ziemlicher Selbstbetrug, denn einige Sachen finden sich in beiden Listen. Und außerdem hätte ich auch von der 'Geht so-Liste' kaum ein Lebensmittel angerührt. Nur die Binge-Gefahr war bei diesen Lebensmitteln ein wenig geringer als bei den ganz schlimmen Nahrungsmitteln.

Und was war erlaubt?

 Die Liste ist auf jeden Fall wesentlich kürzer gewesen und enthält größtenteils die typischen Essstörungs-Lebensmittel, wie Magerquark, Gemüse, Naturjoghurt und Co. Nicht wirklich verwunderlich also, dass ich andauernd irgendwelche Cravings hatte.

Wie sieht es heute aus?
 Ich würde sagen, dass sich die Fear-Foods wenig verändert haben. Pizza, süßes Müsli, jeglicher Süßkram, vorallem Eis, das alles triggert bei mir immer noch ganz extrem Rückfälle. 
Mit den erlaubten Lebensmitteln ist das schon etwas schwieriger einzuschätzen, ich würde behaupten, dass die Liste heute länger ist, allerdings habe ich durch die Keto-Ernährung aktuell wieder eine sehr strikte Erlaubt-und-Verboten-Trennung. 





 Aktuell esse ich alles, was wenig Kohlenhydrate hat und stattdessen viel Eiweiß und Fett enthält. Davor habe ich eher fettarm gegessen. Meine Erlaubt-Liste wechselt also ständig.


Habt ihr auch solche Listen für euch gemacht oder macht ihr solche Einteilungen eher im Kopf oder vielleicht auch gar nicht? Heute schreibe ich auch nicht mehr auf, aber teile gedanklich ein.

Ich wünsche euch einen schönen Tag! :-) 


 

Donnerstag, 21. Juli 2016

#47 Hotelblues

So gern ich auch allein verreise und es genieße mich dabei nach niemandem richten zu müssen, so sehr hasse ich es abends in der Stille des Hotelzimmers gefangen zu sein. Obwohl Stille im Sinne von Ruhe in Berlin eher relativ zu sehen ist.
Zuhause, in meiner Wohnung, stört es mich kein Stück, im Gegenteil. Da bin ich froh, wenn ich abends nachhause komme und niemanden mehr sehen und nicht mehr kommunizieren muss, wenn ich nicht möchte.
Und jetzt, hier, in Berlin im Hotelzimmer, ist die Stille so laut, dass ich mir die Ohren zuhalten möchte. Aber weil das nichts bringt, weil ich nicht für immer taub und betäubt und gehörlos mit meinen Gefühlen umgehen sein kann, versuche ich sie auszuhalten. Denn die Alternativen sind eh gerade begrenzt. Ich könnte irgendwo feiern gehen, die ganze Nacht. Am besten übertönt man Stille immer noch mit Alkohol-Rauschen in den Ohren und im Kopf.


Abgesehen von dem abendlichen Hotelproblem habe ich den Tag aber echt genossen. Berlin ist so ziemlich meine Lieblingsstadt und mit jeder neuen Ecke, in die ich hier komme, verliebe ich mich noch ein bisschen mehr in die Stadt. Immer wenn ich hier bin, freue ich mich unheimlich darauf U-Bahn zu fahren, weil ich das aus unerfindlichen Gründen so gern mag. Und ich liebe es irgendwo zu sitzen oder langzulaufen und einfach nur das Gefühl von Großstadt und Freiheit zu spüren.


Ein bisschen shoppen war ich auch, bei Primark. Eigentlich schimpfe ich immer auf den Laden, trotzdem gehe ich ab und an mal wieder rein, vorallem dann, wenn ich Shoppinggelüste trotz Geldmangel stillen will.
Die Ausbeute war auch eher ernüchternd, hatte erst überlegt mal so einen Shopping-Haul zu machen, aber außer ein paar Basics und einer weißen Chinohose (ich weiß nicht was mich da geritten hat) die auch noch zu eng ist, weil ich zu faul war mich an den Umkleiden anzustellen, kam nicht viel bei rum.


Morgen geht es dann los mit meinem Seminar-/Prüfungswochenende. Ich bin noch so ein bisschen unmotiviert und hoffe, dass es interessanter wird als ich erwarte.


Hier noch zwei Bilder von heute:









Keine Shoppingausbeute, aber eines der recht wenigen Outfits, in denen mein Körpergefühl nicht vor jedem Spiegel den Bach runtergeht :-)




Abendessen: Salat mit Rinderfiletstreifen, Guacamole, Käse und saurer Sahne.
Dazu hatte ich eine Cola light (?), die mich gerade immer noch beschäftigt, denn auf der Rechnung stand eine normale Cola. Und ich schmecke den Unterschied nie -.-

Mittwoch, 20. Juli 2016

#46 Off to Berlin again + kurzes Rundum-Update

Ihr Lieben, momentan komme ich leider kaum zum Schreiben und auch für Kommentar-Antworten brauche ich mitunter ziemlich lange, was mir echt Leid tut. Denn ich freue mich immer so sehr über all eure lieben Worte, die ihr auf meinem Blog hinterlasst und es soll nicht so wirken, als ob ich das nicht wertschätze oder es mir egal ist, wenn ich spät/knapp/wirrschreibend antworte. Letzteres liegt nicht am Zeitmangel, sondern eher an meinem durchgehenden Gedankenchaos, aber was soll's. ;-)
So, das wollte ich nur mal loswerden!

Aktuell erschlägt mich jedenfalls ein wenig die Kombination aus Prüfungsstress das ist schon fast peinlich, denn ich schreibe nur zwei Prüfungen , haufenweise Kursvertretungen und Vertretungsschichten, weil alle außer mir im Sommer Urlaub machen ein Hoch auf mein Selbstmitleid, und dann habe ich jetzt am Wochenende noch meine praktische Fitnesstrainer-Prüfung.

Morgen geht's für mich dafür also schon wieder nach Berlin und ich habe jetzt schon keine Lust auf die lange Autofahrt und weil es mir vor dem vielen Sitzen graut, überlege ich ernsthaft, ob ich nicht vielleicht morgen früh zeitig noch trainieren gehe. Obwohl ich Morgensport hasse, die letzten Tage ungefähr nur in Bewegung verbracht habe und mein Körper eine Pause gut gebrauchen könnte. Sowas nennt man dann wohl Suchtverhalten.

Am Montag war ich bei meiner Ernährungsberaterin und ich war ehrlich gesagt überrascht, dass sie meine Keto-Idee gar nicht so übel fand. Mit der Ernährungsform komme ich nun, in Woche 2, immernoch sehr gut zurecht, einen kleinen Tiefpunkt mit Rückfall gab es nur nach dem Carb-Day am Sonntag. Obwohl ich nicht krass gecheatet habe, sondern hauptsächlich gesunde Kohlenhydrate und Nachmittags ein Eis hatte, kam am Tag darauf dann der Rückfall, weil ich sofort wieder in diesem "Ich könnte für immer weiteressen" - Modus war. Schade vorallem, dass dafür die teueren Questbars herhalten mussten.
 Nun werde ich die Carb-Days vorerst sein lassen, es sei denn, ich habe wirklich das Bedürfnis danach. Denn am Sonntag habe ich den Tag nur eingelegt, weil es eben geplant war, nicht weil ich so Lust auf Müsli&Co hatte.

Heute war ich dann bei meiner 'normalen' Therapeutin und wir haben irgendso eine Imaginations-Übung gemacht, mit der man wohl Erlebnisse aus der Vergangenheit nochmal hervorholt und dann bearbeitet, sodass man eine andere Sichtweise bzw. emotionalen Abstand zu einem Ereignis gewinnen kann.
Obwohl meine Grundstimmung im Vorfeld eigentlich echt gut war,  habe ich irgendwann während der Übung richtig heftig losgeheult und gar kein Ende mehr gefunden. Ich hasse es so unendlich sehr vor anderen Menschen zu weinen oder sogar einen Heulanfall zu haben. Ich glaube das wird mir bis zum Ende der Therapie peinlich sein.
Eigentlich ist das überhaupt nicht meine Art und ich kenne das kaum von mir, dass ich derart lange und stark weine. Es hat sich nicht mal befreiend angefühlt, nur nach Verzweiflung und niemalsverschwindender Haltlosigkeit. Danach war ich den ganzen Tag total geschafft und hätte, wäre ich nicht arbeiten gewesen, einfach weiterheulen können. 
Inzwischen ist die Heulstimmung vorbei und ich fühle mich einfach nur kraftlos. Körperlich und psychisch.

Sorry, das war jetzt mehr Gejammer als beabsichtigt. Aber wer weiß, ob ich in Berlin Internet, und somit die Möglichkeit habe, meinen Kopfmüll mit euch zu teilen. Deshalb lege ich lieber schon mal vor ;-)

Samstag, 16. Juli 2016

#45 Keto-Experience

Zeit für ein Zwischenfazit nach Tag 5 meines Keto-Selbstversuchs!
Anfangs war ich sehr skeptisch und eigentlich relativ unzuversichtlich, dass es hinsichtlich der Essstörung etwas bewirken würde, wenn ich meine Ernährung mal wieder nach Konzept xy umstelle.
ABER: Diesmal bin ich ziemlich begeistert. Das hätte ich eigentlich gar nicht erwartet. Gut, ich denke nach fünf Tagen kann man noch kein wirklich aussagekräftiges Urteil über eine Ernährungsform abgeben, bisher merke ich jedoch echt nur positive Effekte: Ich fühle mich seit Ewigkeiten wirklich und wahrhaftig mal wieder energiegeladen und nicht dauergeschafft, müde, unmotiviert etc.. 
Klar, natürlich kann das auch Kopfsache sein. Ein bisschen Psychoeffekt ist wahrscheinlich immer mit im Spiel. 
Was noch viel faszinierender ist, ist aber Folgendes: Ich habe ungelogen seit Jahren endlich mal wieder das gehabt, was wohl dieses ominöse Sättigungsgefühl sein muss, von dem die normalessende Bevölkerung immer redet. Und dabei war meine Kalorientagesbilanz unverändert bzw. sogar etwas niedriger als sonst, denn Fett macht echt satt! 
Das heißt, ich war jetzt fünf Tage nicht am Hungern und durchgehend satt!  So richtige Fressgelüste hatte ich auch nicht. 
Entweder wieder reine Kopfsache oder an der Sache mit dem Insulinspiegel ist doch was dran.

Gegen Süßhunger habe ich jetzt online Questbars geordert, die sind wohl angeblich keto-genehm. 
Wenn nicht sind sie immerhin unfassbar lecker!! Ist mir dann auch egal ;-)
Kleiner, aber angenehmer Nebeneffekt: durch die entleerten Glykogenspeicher habe ich mal eben 2kg abgenommen.  Auch wenn es mir nicht ums Abnehmen geht bei der Ernährungsumstellung, vor einer Zunahme von dem vielen Fett hatte ich schon Angst. Scheinbar unbegründet :-)
Und abnehmen ist ja doch irgendwie immer toll. Selbst wenn man genau weiß, dass es nur Wasser und Co ist.

Hier jetzt noch ein paar Eindrücke von dem, was es bei mir in den letzten Tagen so gab:

Pancakes aus Sojamehl, Frischkäse & Eiern :)










Mini-Bratwürstchen mit Grana Padano Käse <3




 





 


Salat mit Avocado und Hühnchen













Ansonsten gab es bei mir viele Dinge, die ich seit Jahren nicht gegessen habe, wie Käse in jeglichen Formen oder Salat mit Dönerfleisch.

Morgen werde ich für einen Tag einen Carb-Day einschieben, denn ich habe Angst, dass mich sonst irgendwann der große Fressflash heimsucht, wenn ich Kohlehydrate komplett streiche. Ich habe ein bisschen Angst, dass der Carb Day ausartet, aber ich denke, dass es zur Essanfall-Prophylaxe schon sinnvoll ist in zu machen.

Am Montag sehe ich meine Ernährungsberaterin. Irgendwie glaube ich, dass sie von meiner neuen Idee nicht so viel halten wird. Mal abwarten.

Habt ein schönes restliches Wochenende! <3   

Dienstag, 12. Juli 2016

#44 Ernährungsumstellungsversuch, Klappe die x-te

Und mal wieder bin ich mir selbst in die Falle getappt: Ich freue mich über meinen Fear-Food-Überwindungs-Erfolg, passe kurz nicht auf und schon lande ich wieder im altbekannten Binge-Purge-Modus.
Ja, mit den übriggebliebenen Nudeln lief es ein wenig aus dem Ruder. Und einmal losgelaufen, schaltet sich der "Sowiesoallesegal"-Knopf in meinem Kopf ein und den wieder auszuschalten ist gar nicht so leicht. 
Nach zwei unschönen Rückfall-Tagen bin ich nun heute mal wieder auf dem Trip eine neue Ernährungsform zu testen: Ich werde versuchen mich ketogen zu ernähren. 
Ehrlich gesagt zweifle ich selbst daran, dass ich das a) schaffe und b)das eine gute Idee ist. 
Aber ich denke, dass es vielleicht helfen könnte den Insulinspiegel konstant zu halten, indem ich die Kohlenhydrate stark reduziere, stattdessen viel Eiweiß und ja, auch viel gesundes Fett esse.  Konstanter Insulinspiegel = weniger Heißhunger = Senkung des Binge-Purge-Risikos. Hoffe ich.
Außerdem versuche ich mich am Meal Timing, indem ich aller 4 Stunden etwas esse. Soll ebenfalls den Insulinspiegel positiv beeinflussen.
Heute Vormittag war ich einkaufen und habe mich entsprechend mit Eiern, Hühnchenfleisch,Avocados,Sonnenblumenkernen und Schafskäse eingedeckt.  
Nüsse waren mir zu heikel, zu hohe Bingegefahr. 
Ich bin ehrlich gesagt gespannt, ob und wie lange ich meine Keto-Motivation aufrecht erhalte. Denn ich habe gefühlt schon unzählige Ernährungsformen  ausprobiert und so wirklich weitergebracht hat es mich nicht, da ich immer das Gefühl hatte verzichten zu müssen. Und verzichten triggert Heißhunger. Auch wenn der Insulinspiegel noch so toll ist.
Warum probiere ich es, obwohl ich jetzt schon zweifle? Ehrlich gesagt, weil ich gerade keine bessere Idee habe. Und irgendwie hoffe ich immernoch, dass ich irgendwann mal einen Weg finde, auf dem ich Frieden mit dem Essen schließen kann. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Weg? Einen Versuch ist es wert, oder?
Und, was auch noch echt verlockend klingt: angeblich kann man, wenn der Körper einmal im ketogenen Stoffwechsel ist, das Kalorien zählen sein lassen und echt viel essen ohne zuzunehmen. 
Gut, darauf will ich mich nicht verlassen, deshalb werde ich weiterhin meine Kalos tracken.

Mich würde total interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen mit ketogener Ernährung hat? Oder irgendeiner anderen Ernährungsform?

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden wie/ob das bei mir klappt!

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Die Fear-Food-Listen kommen übrigens zeitnah, nur das Thema war gerade wichtiger! ;-) 

Sonntag, 19. Juni 2016

#35 Süßstoffentzugs-Versuche und: der Ekel-Award des Tages

So sehr ich mich auch bemühe gesunde, natürliche Lebensmittel zu essen, von einer Sache komme ich nicht los: Süßstoff!
Egal ob Light-Getränke, irgendwelche Fitnessernährungs-Artikel wie Proteinpulver oder -riegel oder Süßstoff im Joghurt, im Müsli, in allem - ich kann echt nicht (mehr) ohne.
Vorallem mit den Getränken ist es in letzter Zeit ein wenig ausgeartet. 

Nun bin ich vor ein paar Tagen über folgendes Buch gestolpert:

 Von dem Autor habe ich schon einmal ein Buch gelesen ("Die Zuckermafia") und das hat mich genug abgeschreckt, um ein paar pseudogesunde Zuckerbomben aus meiner Ernährung zu verbannen. Deshalb dacht ich mir jetzt-Hey, vielleicht klappt es wieder!
Immerhin bin ich ein kleines bisschen hypochondrisch veranlagt und Studien zu Risikofaktoren und möglichen Erkrankungen sind bei mir einfach am Wirkungsvollsten, um was zu verändern-also genau das, was das Buch bereithält.

Gestern habe ich sogar schon fast einen ganzen Tag ohne Light-Getränk geschafft! :D
Dafür kam dann heute auf Arbeit im Fitnessstudio ein kleiner Proteinriegel-Essflash.
Kennt jemand diese Questbars? Gibts die irgendwo? Ich LIEBE sie seit heute abgöttisch!! 

 Teil 2: Der Ekel-Award!

Letztens hatte ich online eine "Nearly Calory Free"-Nutella, Geschmacksrichtung Zimt-Rosine, bestellt. War unglaublich begeistert von meiner Entdeckung, als das Glas geliefert wurde bin ich vor Vorfreude fast gestorben. Ich sah mich schon schuldgefühlfrei auf dem Sofa sitzen und das ganze Ding auslöffeln.
Fail.
Ich mache das Glas auf und finde die Konsistenz  optisch erstmal ansprechend. OHNE VORHER ZU RIECHEN nehme ich also einen großen Löffel - böser Fehler. Ehrlich, ich weiß nicht, ob ich schon jemals sowas Ekliges im Mund hatte. Und mit Ekel & Co kenne ich mich ja aus. Ich war echt nah am nicht-selbstinduzierten Übergeben, was wirklich nicht schnell passiert.



Keine Ahnung was genau da drin ist, es schmeckt auf jeden Fall ganz abartig, nach Chemie und irgendwas Abgestandenem...so sehr detailliert will ich an den Geschmack auch lieber gar nicht zurückdenken! :D
Also, Resümee: NICHT EMPFEHLENSWERT, schade ums Geld.

 


 

Mittwoch, 15. Juni 2016

#34 Home is where your heart is? Home is where I binge.

Sobald ich zuhause bei meinem Dad bin und die Wohnung für mich allein habe, legen sich in meinem Kopf jegliche Schalter um. 
Es ist wirklich so, als würde ich meinen Verstand an der Tür abgeben, sobald ich auch nur den Schlüssel im Schloss herumdrehe. Klick, schon bin ich mal eben 4 Jahre back in time, ich bin wieder 17 Jahre alt, wohne noch zuhause und nutze jede ungestörte Gelegenheit  für einen FA. 
Ich habe keine Ahnung warum, ob das so eine Art Flashback ist, die mich jedes Mal zurück in meine tiefste Essstörungsphase katapultiert.
Obwohl ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob das wirklich meine tiefste Phase war oder ob ich die nicht gerade habe. Egal. 
Vielleicht ist es auch die bloße Verfügbarkeit so vieler "Fear Foods", die bei mir einfach alle Lichter ausgehen lässt.

Jedenfalls war es gestern mal wieder soweit. Ich, allein, in der Wohnung meines Dads. 
Die Wohnung, in der wir mal eine Familie waren, ganz früher.
 Natürlich habe ich mir gesagt, dass es dieses Mal anders wird. Weil ich inzwischen stark genug bin mein Gehirn NICHT an der Tür abzugeben.
HAHAHAHAHA -.-
Das habe ich mir schon öfter gesagt. Es hat bisher nie geklappt. Und gestern auch nicht.
FA von der krassen Sorte gehabt, angefangen Kartoffeln zu bingen, obwohl ich die normalerweise problemlos esse. Weitergemacht mit einem Corny-Riegel und einem Binge-No-Go: Brötchen. Mit Nutella. Selbst wenn ich weiß, dass beides eh wieder den Weg aus meinem Magen findet, fühle ich mich einfach nur SCHLECHT, wenn ich Nutella esse. Ich mag sie nicht mal mehr besonders, seit ich mich daran bei einem Nutella-Wettessen in der 6. Klasse (natürlich habe ich gewonnen:D) hemmungslos überfressen habe. Aber wenn nichts anderes da ist...

... mir ist es zu unangenehm und zu peinlich zu schreiben was noch alles auf die Nutellaorgie folgte. Denn wenn ich einmal angefangen habe mit diesem ganzen Binge&Purge-Mist, dann ist es wie ein Rausch, ich mache einfach weiter und weiter und immernochweiter, bis...ja. Keine Ahnung. Bis ich nicht mehr kann? Bis nichts mehr übrig ist, was bingenswert ist? 

Es fällt mir unendlich schwer das hier zu schreiben, weil ich es so hasse, das Ganze. Weil ich mich so hasse in diesen Momenten. Weil ich mir das immernoch antue, mich immernoch kaputtmache und so dermaßen die Kontrolle verliere. Immernoch, nach all den Jahren.
Warum schreibe ich das dann, wenn es mir so unangenehm ist? Weil es eben die Wahrheit ist. Und die Wahrheit ist nicht immer recoverygetönt.

DER MORGEN DANACH?
Richtig gut. Kurz vorm Verdursten, Kopfschmerzen, aber nicht liegen bleiben können, weil der Job wartet. Außerdem hatte mir mein Dad (der von meiner Essstörung weiß, sie aber wegschweigt) vom Bäcker drei Brötchen und ein Stück KUCHEN!!! Ich liiiiiiiiiiiiebe Kuchen!!! geholt. 
Ich habe ihm so oft gesagt, dass ich NICHT mit Süßigkeiten, Gebäck etc. allein in einem Raum sein kann. Er ignoriert es. Immer, immer, immer wieder.
Vor lauter Ärger darüber habe ich gegessen. 
Alle. 
Drei.
Brötchen.
Und den Kuchen.